Veranstaltung:

AFBW: CO2-Fußabdruck von textilen Prozessen und Produkten

Beginn:12.03.2024 - 10:00 Uhr
Ende:12.03.2024 - 10:45 Uhr
Ort:Online (Zoom)

Bereits bei Primärrohstoffen wie PES, PA, Baumwolle oder Wolle variiert der CO2-Abdruck je nach Herkunft, Herstellungs-/Anbaumethode und verwendeter Energie um den Faktor 10. Im Webinar von AFBW am 12. März 2024 präsentiert der Referent Dr. Thomas Fischer unter anderem Berechnungsgrundlagen für recycelte und nicht recycelte Rohstoffe. Details und Anmeldung

Der Einsatz recycelter Materialien wie rPET, rPA, rBW erhöht die Komplexität der Betrachtung nochmals. Mit der MFCA-Methode (Material-Flow-Cost-Accounting) können Modelle erstellt werden, um mit dieser Komplexität umzugehen sowie transparente und valide Berechnungen anzustellen.

Die EU plant im Rahmen ihres Green Deals, dass Unternehmen künftig den Product Carbon Footprint (PCF) ihrer Produkte ermitteln und den Kunden kommunizieren müssen. Hierfür gibt es einen standardisierten Prozess nach ISO 14067:2018. Dieser erfordert es, sich mit den verwendeten Materialien, den eingesetzten Energien und den Produktionsprozessen im Unternehmen zu beschäftigen und daraus die PCFs ihrer Produktpalette zu ermitteln.

Um belastbare Daten zu den eingesetzten Materialien zu erhalten, ist es notwendig, frühzeitig in Kontakt mit den Lieferanten zu treten. Die Forderung nach Transparenz, Belastbarkeit und Nachvollziehbarkeit verbietet es, nur Zahlen in Datenbanken nachzuschlagen oder typische Branchenkennwerte zu verwenden.

Dr. Thomas Fischer studierte Technische Kybernetik an der Uni Stuttgart und promovierte im Rahmen eines EU-Stipendiums über kollaboratives Innovationsmanagement für Schutzbekleidung. Er arbeitete als Berater und Lehrbeauftragter für Innovationsmanagement an der AKAD University und ist seit 2017 stellvertretender Leiter des Zentrums für Management Research an den DITF Denkendorf.

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