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05.05.2026

„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...

In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWE. Im Mai 2026 stellen sich vor: Alina Fleck, Clusterleiterin, und Konstantin Kolasa, Clustermanager, beide vom Cluster Elektromobilität Süd-West.

Das Bild zeigt Alina Fleck (links) und Konstantin Kolasa.
Alina Fleck und Konstantin Kolasa
© e-mobil BW/KD Busch
Clustermanagements stellen sich vor: Clusterleiterin Alina Fleck und Clustermanager Konstantin Kolasa, beide vom Cluster Elektromobilität Süd-West.

Name: Konstantin Kolasa
Funktion: Clustermanager
Cluster: Cluster Elektromobilität Süd-West
Branche: Automotive
im Cluster seit: 2024

Name: Alina Fleck
Funktion: Leiterin Cluster
Cluster: Cluster Elektromobilität Süd-West
Branche: Automotive
im Cluster seit: 2025

Wir schaffen Vertrauen, machen Bedarfe sichtbar – für Kooperationen, die unsere Automobilbranche im globalen Wettbewerb stärken. - Konstantin Kolasa

1. Wann sind Sie das erste Mal mit dem Berufsfeld Clustermanagement in Kontakt gekommen? Was hat Sie bewogen, Clustermanager bzw. Clustermanagerin zu werden?

Alina Fleck: Den ersten bewussten Kontakt mit Clustermanagement hatte ich nach meinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik im Cluster Brennstoffzelle BW. Dort habe ich im Projektmanagement erlebt, wie wirkungsvoll die strukturierte Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und öffentlicher Hand für Innovationen ist.
Diese Erfahrung hat mich motiviert, im Clusterumfeld zu bleiben: Gerade komplexe Transformationsaufgaben in der Mobilität lassen sich nur gemeinsam gestalten. Heute leite ich das Cluster Elektromobilität Süd-West und bringe meine technische Expertise gezielt in die strategische Weiterentwicklung nachhaltiger Zukunftstechnologien ein. Elektromobilität ist dabei von zentraler Bedeutung, und eine enge Zusammenarbeit entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs.

Konstantin Kolasa: Ich wiederum bringe einen politikwissenschaftlichen Hintergrund mit und habe mich dabei analytisch mit Netzwerken, Akteuren sowie politischen Strukturen beschäftigt. Den praktischen Zugang zum Clustermanagement habe ich erst bei der e-mobil BW GmbH gefunden. Meine Motivation ist es, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Strukturen auf Basis fundierter, wissensbasierter Erkenntnisse positiv zu gestalten, um den darin agierenden Menschen ein besseres, produktiveres Umfeld zu schaffen.
Gerade die Kombination aus technologischer und sozialwissenschaftlicher Expertise macht unsere Arbeit wirksam und ermöglicht Innovationsentwicklung im Zusammenspiel von Forschung, Industrie und Politik. So können wir die Transformation der Automobilbranche in Baden-Württemberg – mit rund 500.000 Beschäftigten – sowohl technologisch als auch strukturell aktiv mitgestalten.

2. Was sind Ihre konkreten Aufgaben/Tätigkeiten im Cluster? Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?

Konstantin Kolasa: Die Aufgaben im Clustermanagement sind vielfältig und reichen von der strategischen Weiterentwicklung des Clusters über die aktive Kommunikation mit unseren Mitgliedern bis hin zur nationalen und internationalen Vernetzung mit relevanten Partnern. Ein zentraler Bestandteil ist zudem, dass wir zukunftsrelevante Themen identifizieren sowie passende Clusterformate konzeptionieren und umsetzen – von vorwettbewerblichen Netzwerkevents bis hin zu gezielten, wirtschaftsförderlichen Matchmaking-Aktivitäten.

Alina Fleck: Den Mehrwert für unsere Mitglieder verstehen wir als dynamisch. Einerseits bieten wir konkrete Unterstützungsleistungen, etwa durch Technologiescouting, Qualifizierungsangebote entlang der Batteriewertschöpfungskette oder durch gezielte Unterstützung bei der Partnersuche und Konsortienbildung für FuE-Projekte. Andererseits besteht unsere Kernaufgabe darin, die Bedarfe unserer Mitglieder kontinuierlich zu erfassen, systematisch auszuwerten und in wirksame, bedarfsgerechte Services zu übersetzen. Das bedeutet auch, etablierte Formate regelmäßig zu hinterfragen und bei Bedarf durch neue, wirkungsvollere Ansätze zu ersetzen.

Konstantin Kolasa: Ein oft unterschätzter, aber zentraler Mehrwert liegt zudem darin, dass wir unterschiedlichen Akteursperspektiven Gehör verschaffen und so Vertrauen in politische und institutionelle Prozesse stärken. Wir haben die besondere Situation, seit nunmehr 16 Jahren vertrauensvoll und eng mit der Landesregierung zusammenzuarbeiten und sowohl das Wirtschafts- als auch Wissenschaftsministerium strategisch in unsere Clusterarbeit einzubinden.

3. Warum lohnt sich für Sie und Ihre Mitglieder die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“?

Alina Fleck: Das Programm „go-cluster“ bietet sowohl uns als Clustermanagement als auch unseren Mitgliedern einen wesentlichen Mehrwert. Besonders hervorzuheben ist die wirksame Vertretung der deutschen Clusterlandschaft auf nationaler und europäischer Ebene, beispielsweise im Rahmen der European Cluster Alliance.

Konstantin Kolasa: Wir profitieren vom Zugang zu einem breit aufgestellten nationalen und internationalen Netzwerk sowie vom strukturierten Austausch mit anderen Clustern. Die Einbindung in die Clusterplattform ermöglicht es zudem, relevante Erkenntnisse aus zentralen Zukunftsbranchen in den Dialog mit politischen Akteuren, insbesondere dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), einzubringen.

Alina Fleck: Ein wesentlicher Baustein ist die Unterstützung in der Qualitätsentwicklung des Clustermanagements – etwa durch individuelle Beratungsangebote im Kontext des ECEI-Labels, strategische Weiterentwicklung oder gezielte Weiterbildungsformate wie Managementkurse und Kommunikationstrainings. So haben wir dieses Jahr zum vierten Mal das ECEI Gold Label für unser Cluster errungen – auch dank der Unterstützung von „go-cluster“.

4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“?

Konstantin Kolasa: Ein besonderes Highlight der Zusammenarbeit mit „go-cluster“ ist die Möglichkeit, über den eigenen Branchenhorizont hinauszublicken. Trotz aller branchenspezifischen Unterschiede zeigen sich im Clustermanagement viele übertragbare Prinzipien und Erfolgsfaktoren, die wertvolle Impulse für die eigene Arbeit liefern. Der branchenübergreifende Technologietransfer sowie die Vernetzungstage der Clustermanager – verbunden mit Einblicken in andere Clusterinitiativen und Standorte – sind dabei besonders bereichernd.

Alina Fleck: Für unser Cluster ist die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit „go-cluster“ von großer Bedeutung. Die kontinuierliche externe Perspektive und konstruktive Begleitung über mehr als zehn Jahre hinweg tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung unseres Clusters bei.

Aus diesen Gründen können wir das Programm uneingeschränkt weiterempfehlen – insbesondere für Clustermanagements, die ihre strategische und operative Arbeit kontinuierlich reflektieren, weiterentwickeln und professionalisieren möchten.

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