Meldung
02.09.2025
„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...
In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWE. Im September stellen sich Stefanie Fuchs und Matthias Streller vom Cluster Sensorik/Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. vor.
Stefanie Fuchs und Matthias Streller, Geschäftsführung Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
© Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
Name: Stefanie Fuchs
Funktion: Geschäftsführerin
Cluster: Cluster Sensorik/Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
Branche: Sensorik, Digitalisierung
Im Cluster seit: 2008
Name: Matthias Streller
Funktion: Geschäftsführer
Cluster: Cluster Sensorik/Strategische Partnerschaft Sensorik e.V.
Branche: Sensorik, Digitalisierung
Im Cluster seit: 2019
Sensorik wirkt im Verborgenen – wir sorgen dafür, dass ihre Potenziale in Wirtschaft und Gesellschaft Wirkung entfalten.
1. Wann sind Sie das erste Mal mit dem Berufsfeld Clustermanagement in Kontakt gekommen? Was hat Sie bewogen, Clustermanager/Clustermanagerin zu werden? Welchen Bezug haben Sie zur Branche Ihres Clusters?
Stefanie Fuchs: Schon während meines Studiums in Regensburg absolvierte ich im Gründungsjahr des Clusters Sensorik ein Praktikum im damals kleinen Team. Netzwerke und Cluster waren damals eher eine Black Box, aber die gestalterische Kraft eines Clustermanagements war schon in den Kinderschuhen spürbar für mich, also strategische Impulse zu setzen, den Kreis der Kernakteure zu einem weiten Netzwerk aufzubauen, Menschen und Ideen hierfür in Bewegung bringen. Besonders reizvoll erschien mir das in Verbindung mit dem technologischen Fokus des Clusters. Die Sensorik-Branche ist ein zentraler Enabler: Hier verbinden sich technologische Entwicklungen mit drängenden gesellschaftlichen Bedürfnissen. Nach einem kurzen Ausflug in der Großindustrie habe ich mich bewusst für das Cluster entschieden. Die Nähe zum Fortschritt, regionalökonomischer Austausch, die interdisziplinäre und branchenübergreifende Arbeit sind nach wie vor Aspekte, die ich an meiner Arbeit sehr schätze.
Matthias Streller: Ich habe das Cluster Sensorik schon vor über zehn Jahren kennengelernt – während meiner Zeit am ISAT, einem An-Institut der Hochschule Coburg. Dort war ich zunächst als Projektingenieur in der Entwicklung, insbesondere im Bereich akustischer Sensorik, tätig und später Mitglied der Geschäftsführung. In dieser Rolle habe ich zahlreiche Projekte an der Schnittstelle zwischen angewandter Forschung und industrieller Praxis begleitet. Im Rahmen der Mitgliedschaft des Instituts im Cluster habe ich regelmäßig an Fachforen und Trainings teilgenommen. Mich hat damals bereits begeistert, wie das Clustermanagement technologische Themen systematisch weiterdenkt – über Disziplinen und Institutionen hinweg. Für mich war der Schritt ins Cluster Sensorik eine bewusste Entscheidung: Ich wollte mein technisches Wirkungsfeld erweitern, mit Unternehmen auf Augenhöhe arbeiten – und zugleich die Verbindung von Forschung, Wirtschaft und Politik aktiv mitgestalten.
2. Was sind Ihre konkreten Aufgaben/Tätigkeiten im Cluster? Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?
Stefanie Fuchs: Wir verstehen uns als strategischer Partner der bayerischen Sensorik-Branche. Unser Ziel ist es, das Sensorik-Ökosystem in Bayern langfristig zu stärken – durch eine vorausschauende inhaltliche Fokussierung auf Schlüsselthemen, aktives Technologiescouting und eine kluge Positionierung in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit.
Als Führungstandem bringen Matthias und ich unterschiedliche Expertise ein; das spiegelt sich in klaren Arbeitsschwerpunkten wider, die wir im Clustermanagement eng verzahnt umsetzen. Wir arbeiten interdisziplinär – das hilft uns, technologische Entwicklungen nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Dynamiken wirksam weiterzudenken.
Mein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung des Netzwerks: Ich verantworte insbesondere die Organisations- und Personalentwicklung, erhöhe die Sichtbarkeit der Branche im Rahmen strategischer Öffentlichkeitsarbeit und entwickle Förderprojekte, die unsere Arbeit auf eine stabile Basis stellen. Außerdem begleite ich Unternehmen in Transformationsprozessen, unterstütze beim Aufbau zukunftsfähiger Qualifizierungsstrukturen und initiiere Kooperationen mit strategischem Mehrwert. Besonders wichtig ist mir, den Nutzen von Sensorik sichtbar und erlebbar zu machen – durch passgenaue Veranstaltungs- und Matchingformate sowie eine gezielte Präsenz auf relevanten Plattformen.
Matthias Streller: Ich konzentriere mich auf den direkten, technologischen Austausch mit Unternehmen, Hochschulen und internationalen Partnern. Dabei unterstütze ich unsere Mitglieder bei der Entwicklung innovativer Projekte, bin regelmäßig vor Ort und fördere den Wissenstransfer im Netzwerk. Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifikation relevanter Technologien, etwa im Bereich neuer Sensorik oder resilienter Systeme, und im passgenauen Zusammenbringen von Partnern.
Unsere Tochter Sensorik-Bayern GmbH bringt praxisnahes F&E-Know-how – aus eigenen Laboren zu smarten, vertrauenswürdigen Sensorsystemen und sicherheitskritischen Anwendungen. Diese Expertise geben wir gezielt ans Netzwerk weiter. Bayerische Lösungen vertreten wir auch international, etwa bei Delegationsreisen oder auf Fachmessen. Gleichzeitig fangen wir Impulse aus den Unternehmen ein und bringen sie in politische Innovationsprozesse ein.
Unser gemeinsamer Anspruch: Wir schaffen Raum für Innovation – Sensorik wird zum Impulsgeber für Fortschritt. Unsere Mitglieder profitieren von einem offenen, branchenübergreifenden Netzwerk, direktem Zugang zu technologischem und partnerschaftlichem Know-how sowie von einem klaren, weiten Blick über den Tellerrand.
3. Welche Mehrwerte bietet Ihnen und Ihren Mitgliedern das Programm „go-cluster“? Welche Angebote und Services aus „go-cluster“ helfen Ihnen besonders bei der Weiterentwicklung des Clusters?
Stefanie Fuchs: Ein großer Mehrwert von go-cluster ist für mich die fachliche Tiefe und die Möglichkeit der gemeinsamen Reflexion: Das Programm bietet nicht bloß Austausch, sondern fordert dazu auf, die eigene Rolle als Clustermanagement immer wieder zu hinterfragen. Die regelmäßigen Evaluierungen, etwa im Rahmen des Silber Labels der ECCP, sind keine reine Formalität, sondern bieten uns die Gelegenheit zur ehrlichen Standortbestimmung und zur gezielten Weiterentwicklung. Besonders schätze ich den offenen, konstruktiven Dialog mit anderen Clustern – egal ob aus verwandten oder völlig anderen Branchen. Genau in diesem Perspektivwechsel, fernab der eigenen Komfortzone, entstehen oft die wertvollsten Impulse für unser Netzwerk.
Matthias Streller: go-cluster eröffnet für uns zusätzliche Wege zu neuen Partnern und Projekten – sei es durch Angebote zur Entwicklung neuer Clusterservices, die Jahrestagung oder dem Austausch in Webinaren. Besonders hilfreich ist die strategische Orientierung, die go-cluster im Hinblick auf Zukunftsfelder und Bundesinitiativen bietet: Wir wissen dadurch, wie wir technologische Entwicklungen gezielt andocken können. Gleichzeitig ermöglicht mir das Programm, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und von anderen Clustern und Branchen zu lernen. Dieser Perspektivwechsel inspiriert mich persönlich – und bereichert unsere Arbeit im Cluster. Davon profitieren am Ende unsere Mitglieder.
4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“? Warum würden Sie das Programm „go-cluster“ weiterempfehlen?
Stefanie Fuchs: Die Formate von go-cluster sind sehr durchdacht und haben sich über die Jahre weiterentwickelt. Ich nehme daraus stets konkreten Mehrwert mit – sei es durch neue Methoden, frische Perspektiven oder wertvolle Kontakte. Besonders schätze ich, dass es Raum gibt, eigene Themen aktiv einzubringen und mitzugestalten. So wird das Programm für uns zu einer lebendigen Plattform, die maßgeblich dazu beiträgt, unser Clustermanagement kontinuierlich zu verbessern.
Matthias Streller: go-cluster ist für mich eine wertvolle Ressource zur Stärkung unserer Professionalisierung und Reflexion. Besonders schätze ich den kontinuierlichen Dialog mit anderen Clustern, der neue Denkweisen und Herangehensweisen ermöglicht. Aus diesem inspirierenden Austausch gewinnen wir Impulse, die unsere tägliche Arbeit bereichern und unser Clustermanagement stetig weiterentwickeln. Deshalb empfehle ich das Programm gern weiter – es öffnet Perspektiven und unterstützt dabei, das eigene Potenzial bestmöglich auszuschöpfen.