Meldung
03.03.2025

„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...

In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWK. Im März stellt sich Dr.-Ing. Bernd Bitterlich vom Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V. vor.

Das Bild zeigt Dr.-Ing. Bernd Bitterlich, Clustermanager Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V.
© ECPE e. V. / Fotograf: Christian Manneschmidt
Clustermanagements stellen sich vor: Bernd Bitterlich, Clustermanager Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V.

Name: Dr.-Ing. Bernd Bitterlich
Funktion:
Clustermanager
Cluster:
Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V.
Branche:
Leistungselektronik
Im Cluster seit:
2020

Gerade Schlüsseltechnologien wie die Leistungselektronik werden in verschiedensten Branchen eingesetzt. Der von „go-cluster“ geförderte Austausch mit anderen Netzwerken ist daher besonders wichtig.

1. Wann sind Sie das erste Mal mit dem Berufsfeld Clustermanagement in Kontakt gekommen?
Was hat Sie bewogen, Clustermanager bzw. Clustermanagerin zu werden? Welchen Bezug haben Sie zur Branche Ihres Clusters?

Tatsächlich hatte ich mich vorher 20 Jahre lang mit der industriellen Entwicklung von technischer Keramik mit hoher mechanischer Beständigkeit beschäftigt. In dem Zeitraum, als ich mich beruflich umorientieren wollte, fiel mir die Stellenanzeige des Clusters Leistungselektronik auf. Mit Leistungselektronik hatte ich vorher nichts zu tun, fand es aber sehr spannend, dass diese Schlüsseltechnologie für höhere Effizienz bei der Nutzung elektrischer Energie sorgt und unverzichtbar für Themen der Energiewende und Elektromobilität ist. Hinzu kam, dass auch Werkstoffthemen in der Aufbau- und Verbindungstechnik eine große Rolle spielen.
Für mich als Person aus der industriellen F&E-Welt war außerdem attraktiv, dass der Cluster ein Kooperationsnetzwerk mit starkem Schwerpunkt auf der Entwicklung innovativer Produkte ist und der regelmäßige Kontakt mit Personen aus der F&E von Industrie und Forschung einen wichtigen Bestandteil der Arbeit ausmacht.
So kam es, dass ich als fachlicher Quereinsteiger und ohne Cluster-Erfahrung im März 2020 Clustermanager wurde – genau zu Beginn der Coronakrise, was den persönlichen Kontakt zu den Clusterakteuren zunächst sehr schwierig machte, aber den Schritt zu Erstkontakten per Webmeeting mit sich brachte. Hilfreich war die gute Ausgangsposition, die mein Vorgänger bereitet hatte. Die Leistungselektronik-Community zeichnet sich zudem durch einen sehr kollegialen und offenen Austausch aus und nahmen mich als Technik-interessierten „Elektro-Laien“ gerne auf. Die breite Themenvielfalt in der Leistungselektronik und die zum Teil schnellen Entwicklungsfortschritte faszinieren mich weiterhin sehr.

2. Was sind Ihre konkreten Aufgaben / Tätigkeiten im Cluster? Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?

Für das Spezialgebiet Leistungselektronik organisieren wir Schulungen und Seminare mit Experten aus Industrie und Forschung als Referenten. Derartige fachspezifische Schulungen füllen eine Lücke und stellen daher ein gutes Angebot für das Netzwerk dar.
Meine Rolle besteht darin, den Kontakt zu den Referenten zu halten, die Bedarfe für neue Themen aus dem Netzwerk herauszuhören und für diese schließlich neue Referenten zu finden sowie mit diesen das inhaltliche Programm zu gestalten. Die Organisation der Events übernehmen meine Kolleginnen. Bei allen Aktivitäten spielt die Netzwerkpflege eine große Rolle. Daher bin ich bei den eigenen Veranstaltungen fast immer mit dabei.
Neben dem fachlichen Wissensaustausch wollen wir Innovationen fördern. Daher versuche ich in Gesprächen, Entwicklungsthemen aufzudecken und Entwicklungsprojekte zu initiieren oder helfe gerne bei der Erstbewertung von Projektideen, der Suche nach Fördertöpfen und möglichen Kooperationspartnern – letzteres auch gerne europaweit in Zusammenarbeit mit meinen KollegInnen vom europäischen ECPE-Netzwerk. Dadurch, dass wir alle im gleichen Büro arbeiten, sind die Wege kurz.
Das Thema Nachwuchsförderung wird zunehmend wichtiger. Letztes Jahr habe ich initiiert, dass der Cluster auf Jobmessen Werbung bei Schülern und Studierenden für die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Leistungselektronik macht, und dafür eine spezielle Broschüre für diese Zielgruppe entworfen. Diese erklärt mit einfachen Worten Leistungselektronik und soll Lust auf dieses Thema machen. Auf den Jobmessen weisen wir selbstverständlich auch auf die aktuellen Stellenausschreibungen unserer lokalen Netzwerkakteure hin.

3. Welche Mehrwerte bietet Ihnen und Ihren Mitgliedern das Programm „go-cluster“? / Welche Angebote und Service aus „go-cluster“ helfen Ihnen besonders bei der Weiterentwicklung des Clusters? / Warum lohnt sich für Sie und Ihre Mitglieder die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“?

Das wichtigste Angebot ist die Zertifizierung des Cluster-Managements. Der Cluster Leistungselektronik hält seit Jahren seinen „Silber Label“-Status. Dieses Logo bestätigt sichtbar nach außen - sowohl für bestehende als auch neu-interessierte Netzwerkakteure - das erfolgreiche Cluster-Management.
Über den „go-cluster“-Newsletter bekommt man Informationen über Aktionen aus anderen Clustern. Das gibt nicht nur bundesweit einen guten Überblick. Zum Teil sind auch gute Anregungen für die eigene Clusterarbeit dabei. Einige Hinweise sind außerdem für die eigenen Netzwerkakteure relevant und werden weitergeleitet oder als Grundlage für eigene Posts verwendet. „go-cluster“ organisiert auch den Austausch zwischen Clustern zu praxisrelevanten Themen in der Clusterorganisation und fordert Erfahrungsbeiträge von den Clustern ein. Hierzu stellten wir vor zwei Jahren unsere CRM-Software und unsere Erfahrungen damit vor und nahmen gleichzeitig Best-Practice-Beispiele anderer Cluster auf.
Ein wichtiger Mehrwert sind auch die attraktiven Weiterbildungsangebote für das Clusterteam. Wir hoffen, dieses Jahr die Schulung zum wichtigen Thema Foresight und Strategiebildung mitmachen zu dürfen.

4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“? / Warum würden Sie das Programm „go-cluster“ weiterempfehlen?

Highlight war eindeutig die Förderung für das Projekt „Online4all - Moderne, interaktive Online-Schulungen“ im Jahr 2022. Durch die Förderung war es möglich, verschiedene Online-Methoden zu recherchieren und schließlich in einer realen Schulung, d. h. mit echten Teilnehmern, auszuprobieren.
Die beteiligten Referenten waren mit viel Engagement dabei. Diese hatten zum Teil viel Vorbereitungsaufwand. Bspw. musste eine Art Filmstudio zum Zeigen von Live-Experimenten aufgebaut werden. Dieses Projekt hat uns als Demonstration, was möglich ist und was bei den Teilnehmenden gut ankommt, viel gebracht.

Zusammenfassend kann die Mitgliedschaft bei „go-cluster“ nur wärmstens empfohlen werden: „go-cluster“ bietet wichtige Angebote in den verschiedensten Bereichen für die eigene Clusterarbeit an.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen