Meldung
02.01.2025

„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...

In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWK. Im Januar stellt sich Dr. Thomas Diefenthal von der BioPark Regensburg GmbH vor.

Das Bild zeigt Dr. Thomas Diefenthal, Geschäftsführer der BioPark Regensburg GmbH
© BioPark Regensburg GmbH / fotoart, Elisabeth Wiesner
Clustermanagements stellen sich vor: Dr. Thomas Diefenthal, Geschäftsführer der BioPark Regensburg GmbH

Name: Dr. Thomas Diefenthal
Funktion:
Geschäftsführer
Cluster:
BioRegio Regenburg, BioPark Regensburg GmbH
Branche:
Life Sciences & Healthcare
Im Cluster seit:
1999

Innovatives Clustermanagement am Puls der Zeit

1. Wann sind Sie das erste Mal mit dem Berufsfeld Clustermanagement in Kontakt gekommen?

Die Faszination der Gentechnik begann an einem der ersten Genzentren Deutschlands an der Universität Köln mit der Entdeckung von Genen, die Krebs erzeugen können. Bei meiner Promotion am Max-Planck-Institut in Köln über regulatorische Gene war klar, dass ich in die Anwendung dieser bahnbrechenden Technologie gehen musste. In einem mittelständischen Unternehmen baute ich die Abteilung Biotechnologie auf und konnte vom Laborbau bis zum Aufbau eines Forschungsverbundes wegweisende Erfahrungen sammeln. Dann war ein Mentor, ein persönlich haftender Gesellschafter eines Familienunternehmens in der fünften Generation, prägend für die Gründung eines eigenen Biotech-Unternehmens. Wir waren in den ersten Branchenverbänden und Netzwerken aktiv und konnten hier wertvolle Best Practices zu Innovation, Patentanmeldung, Forschung & Entwicklung sowie Markteintrittsstrategie nutzen.

Mit diesem Rüstzeug begann ich auf der grünen Wiese auf dem Gelände der Universität Regensburg das Technologiezentrum BioPark und den Cluster BioRegio Regensburg aufzubauen. Dabei hatte ich viel Gestaltungspielraum. So war mir wichtig, finanziell nachhaltige Strukturen aufzubauen. Heute finanzieren unsere Mieteinnahmen aus dem BioPark das Clustermanagement, wir können befristete Verträge größtenteils vermeiden und mit familienfreundlichen Regelungen Mitarbeitende langfristig halten.

2. Was sind Ihre konkreten Aufgaben/Tätigkeiten im Cluster? Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?

Der BioPark wurde bewusst auf dem Gelände der Universität gegründet, um kurze Wege zwischen Forschung, Gründern und Unternehmen zu ermöglichen. Neben dem regionalen Aspekt war es wichtig den Mittelstand in der Region des ländlichen Raumes mit einzubinden. Neben Netzwerkveranstaltungen (kennen Sie schon ihren Nachbarn?), waren regelmäßige Standortanalysen unter Einbindung der Akteure, zur Schärfung und Weiterentwicklung des Clusterprofiles, essenziell. So gelang es uns den ursprünglichen Biotech und Pharma-Cluster, zunächst mit der Medizintechnik und zuletzt der Gesundheitswirtschaft weiterzuentwickeln. Gerade die interdisziplinären Aktivitäten haben für die Mitglieder einen großen Mehrwert geschaffen. Sehr erfolgreich sind auch Gemeinschaftsstände auf Veranstaltungen und Messen, sowie gezielte one-on-one Business Partnering mit unseren Partnern.

3. Welche Mehrwerte bietet Ihnen und Ihren Mitgliedern das Programm „go-cluster“?

Das Wichtigste für unsere Mitglieder ist die Sichtbarkeit im Cluster, sei es um neue Kunden oder Mitarbeitende zu akquirieren oder um Kooperationen zu finden. Eine gute Datenbank und die internationale Präsenz auf der Clusterplattform ist absolut notwendig. Welcher Kunde will schon z. B. die aktuell 31 Biotech-Cluster in Deutschland einzeln durchsuchen? Hier war bereits das Vorläuferprogramm „Kompetenznetze“ sehr nützlich, mit dem Programm „go-cluster“ gelang es die Übersicht noch einmal zu verbessern.

Aber auch untereinander, zwischen den Clustern gelang es die Kommunikation wesentlich zu verbessern, da sich die Clustermanagerinnen und -manager auf Veranstaltungen besser austauschen können.

4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“? Warum würden Sie das Programm „go-cluster“ weiterempfehlen?

Der Label als Qualitätsindikator ist sehr hilfreich. Die regelmäßigen Audits ermöglichen die Dokumentation und eine Orientierung zur Weiterentwicklung. Die Labelvergabe alle drei Jahre ist ein sichtbares Qualitätszeichen nach außen, für die Gesellschafter, Akteure und Partner des Clusters.


Darüber hinaus haben wir in Regensburg im Rahmen eines Förderprojektes im Programmes „go-cluster“ das Thema künstliche Intelligenz bearbeiten können. Die vier zertifizierten Cluster vor Ort haben über einen Cross-Clusteransatz mit allen Akteuren das Thema intensiv behandelt. Das Ergebnis ist heute ein neues Cluster namens AIR-Regensburg (AIR = Artificial Intelligence Regensburg).

Weiterführende Informationen

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