Meldung
01.09.2024
„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...
In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWK. In diesem Monat stellen sich Jitka Barm und Dr. Dominik Gronarz von OES – Organic Electronics Saxony vor.
Das Team von OES: Jonas Jung, Jitka Barm, Franziska Richter und Dominik Gronarz (v.l.n.r.)
© OES/Sven Hirthammer
Name: Jitka Barm und Dr. Dominik Gronarz
Funktion: Projektmanagerin und Clustermanager
Cluster: OES – Organic Electronics Saxony
Branche: Elektronik
im Cluster seit: Gründung (2009)
„Clustermanager sind branchenspezifische Dolmetscher“
1. Was hat Sie bewogen, Clustermanager bzw. Clustermanagerin zu werden?
Jitka Barm: „Obwohl ich nicht offiziell die Rolle der Clustermanagerin innehabe, bin ich seit der Gründung des Clusters vor 15 Jahren eng mit dem Management verbunden und habe alle strategischen Entscheidungen maßgeblich mitgestaltet. Dadurch fühle ich mich Organic Electronics Saxony sehr verbunden.
Es begeistert mich immer wieder, die vielfältigen Themen zu sehen, mit denen sich unsere Mitglieder beschäftigen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass man Glas wickeln und darauf unterschiedliche Funktionen applizieren kann? Diese Herausforderungen anzunehmen und sie im internationalen Kontext zu betrachten, macht unsere Arbeit nicht nur spannend, sondern auch unglaublich abwechslungsreich.“
Dominik Gronarz: „Bereits während meines Chemiestudiums hat mich das Wissenschaftsmanagement mehr gereizt als die reine Forschungsarbeit. Während meiner Promotion habe ich als Gründungscoach für naturwissenschaftliche Startups an der TU Dresden gearbeitet und wurde für die Ausgründungen von Prof. Karl Leo an das Institut für Angewandte Photophysik geholt. Nach der Ablehnung eines Spitzenclusterantrags haben wir gemeinsam mit Jitka Barm und Karl Leo das Abendteuer gewagt, ein selbständiges Netzwerk zu gründen, das wir als Clustermanager seitdem leiten dürfen. Die organische, flexible, gedruckte, dehnbare oder bioinspirierte Elektronik ist als Key Enabling Technology äußerst interdisziplinär. Neben Chemie und Physik spielen auch Elektrotechnik, Materialwissenschaften und Wissen aus den Anwendungsfeldern (Automotiv, Life Sciences, Agrar, Wearbles, Energie, Consumer Electronics, etc.) eine entscheidende Rolle. Für mich bedeutet das bei der täglichen Arbeit, immer wieder über den Tellerrand zu schauen und mit vielen verschiedenen Akteuren zu kommunizieren. Gerade die Funktion als interdisziplinärer „Dolmetscher“ ist eine Herausforderung, die mich besonders reizt.“
2. Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?
Jitka Barm: „Es ist mir ein großes Anliegen, unsere erklärungsbedürftige Technologie auf verständliche Weise zu vermitteln. Besonders wichtig ist es mir, frühzeitig das Eis mit potenziellen Partnern zu brechen, um Hemmnisse abzubauen, neue Projekte zu initiieren und die Technologie bekannter zu machen. So können auf unseren unterschiedlichen Formaten immer wieder Innovationen entstehen und unsere Mitglieder profitieren. Da Hochtechnologie nur über Ländergrenzen hinweg gedacht werden kann, initiieren wir internationalen Projekte, Messen und Delegationsreisen. Als Netzwerk schaffen wir so eine deutlich höhere Aufmerksamkeit für unsere Mitglieder. Momentan engagieren wir uns sogar im Bereich der beruflichen Bildung auf europäischer Ebene, was in Zeiten des Fachkräftemangels einen besonderen Mehrwert darstellt.“
3. Welche Mehrwerte bietet Ihnen und Ihren Mitgliedern das Programm „go-cluster“?
Dominik Gronarz: „Gerade in schwierigen Zeiten hat sich der Mehrwert des Programms besonders ausgezahlt. Durch den moderierten Erfahrungsaustausch der Netzwerke untereinander zu Themen wie Clusterservices, Fachkräftegewinnung oder Öffentlichkeitsarbeit für Cluster haben wir neue Impulse erhalten und auch erkannt, dass viele Netzwerke mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Besonders gefreut hat uns, dass wir selbst das Thema „CRM-Systeme für Cluster“, einbringen konnten und dadurch eine Reihe an Erfahrungsaustauschtreffen initiiert wurde. Die „Design Thinking“-Initiative war für uns neben den inhaltlichen Ergebnissen für uns vor allem deshalb sehr lohnenswert, weil wir mit dem kompletten Team des Clustermanagements über mehrere Monate an unserer Strategie und Schwerpunkten für unser Netzwerk gearbeitet haben. Durch die Matchmaking Formate ist es uns immer wieder möglich, Einblicke in die Technologien, aber auch in die Arbeitsweisen und Herausforderungen anderer Cluster zu erhalten und gemeinsam voneinander zu lernen und sich zu unterstützen. Der offene Umgang der Cluster untereinander ist ein unschätzbarer Mehrwert des Programms „go-cluster“.
4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“?
Dominik Gronarz: Ein Highlight ist sicherlich die jährliche Clusterkonferenz im Wirtschaftsministerium. Vor allem der zugehörige Vorabendempfang hat uns bei unserem ersten Besuch sehr geholfen, in lockerer Atmosphäre erste Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Synergien auszuloten. Das wichtigste Highlight sind für uns jedoch die Mitarbeiter des go-Cluster Teams, die alle herzlich, mit viel Elan und Engagement sich für jedes Cluster persönlich interessiert und einsetzt.