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31.07.2024

„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...

In diesem Beitrag der „go-cluster“-Kampagne „Clustermanagements stellen sich vor“ geben Hans Rausch, Geschäftsführer, und Nicole Fleischmann, Stellvertretende Geschäftsführerin des Kunststoff-Netzwerks Franken e. V. einen Einblick in ihre Arbeit – und in die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Das Bild zeigt Nicole Fleischmann und Hans Rausch, Kunststoff-Netzwerk Franken e. V.
Nicole Fleischmann und Hans Rausch, Kunststoff-Netzwerk Franken e. V.
© Kunststoff-Netzwerk Franken e. V.
Clustermanagements stellen sich vor: Hans Rausch und Nicole Fleischmann, Kunststoff-Netzwerk Franken e. V.

Name: Hans Rausch/Nicole Fleischmann
Funktion: Geschäftsführer/Stellvertretende Geschäftsführerin
Cluster: Kunststoff-Netzwerk Franken e. V.
Branche: Kunststoff
im Cluster seit: 2003/2019

Zitat: (Gemeinsam) „Jedes Clustermitglied ist selbst dafür verantwortlich, Nutzen aus der Mitgliedschaft im Cluster zu ziehen. Nur wenn ein Unternehmen die Angebote und Möglichkeiten des Netzwerks nutzt, kann sich auch ein positiver Effekt einstellen. Im Cluster ist es ähnlich wie im Fitnessstudio. Wer nur seinen Mitgliedsbeitrag zahlt und nicht hingeht, kann auch keinen gestählten Körper erwarten.“

1. Wann sind Sie das erste Mal mit dem Berufsfeld Clustermanagement in Kontakt gekommen? Was hat Sie bewogen, Clustermanager bzw. Clustermanagerin zu werden? Welchen Bezug haben Sie zur Branche Ihres Clusters?

Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre habe ich mehrere Jahre an einem Forschungsinstitut für Fragen der mittelständischen Wirtschaft gearbeitet. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich sehr viel Erfahrung sammeln können, wie Unternehmensnetzwerke funktionieren, wie sie aufgebaut werden, aber auch wo die Schwachstellen liegen und warum manche Strukturen nicht funktionieren. Ich habe dabei in verschiedenen Branchen (Textilindustrie, Handwerk usw.) Erfahrungen mit Netzwerksteuerung machen können. Diese Erfahrungen entstanden meist aus Projekten heraus. Aus einem dieser Projekte ist letztendlich auch das Kunststoff-Netzwerk Franken entstanden. Die Initiative zur Gründung der Netzwerkstruktur ging dabei von den Unternehmen aus. Letztendlich habe ich das Netzwerk mit aufgebaut und dann die Geschäftsführung übernommen. Interessanterweise habe ich vor meinem Studium eine kaufmännische Ausbildung bei einem großen Kunststoffverarbeiter absolviert, sodass sich in einem gewissen Sinn ein Kreis geschlossen hat.

(Fleischmann) Als Ingenieurin der Materialwissenschaft kenne ich die Werkstoffklasse der Kunststoffe bestens aus dem Studium sowie meinem Praktikum bei einem Produzenten von Kunststoff-Zierleisten für den automobilen Innenraum. Werkstoffe und Technik begeistern mich seit jeher und diese Begeisterung wollte ich nach dem Studium gerne weitergeben. Während meiner Tätigkeit als MINT-Managerin für die Region Fichtelgebirge konnte ich das und sammelte erste Erfahrungen mit Netzwerken und Clustern. Die lokalen Anbieter von MINT-Angeboten, d. h. Unternehmen, Schulen, außerschulische Bildungseinrichtungen etc., an einen Tisch zu bringen, deren Zusammenarbeit zu fördern und zu koordinieren, eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten und Kompetenzen zu bündeln sowie eigene Projekte und Aktivitäten zu initiieren und umzusetzen waren die Aufgaben des MINT-Managements. Alles mit dem großen Ziel, Kindern und Jugendlichen Spaß an den MINT-Disziplinen zu vermitteln. Meine jetzigen Aufgaben sind zum Teil identisch mit den damaligen und auch die Philosophie, dass man gemeinsam mehr erreichen kann, vertrete und fördere ich im Clustermanagement des Kunststoff-Netzwerk Franken heute wieder.

2. Was sind Ihre konkreten Aufgaben/Tätigkeiten im Cluster? Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?

(Gemeinsam) Ein gut ausgebautes Netzwerk ermöglicht es Unternehmen auf die Erfahrungen anderer zurückzugreifen und gemeinsam Lösungen zu finden. Netzwerken findet zwischen Menschen statt, weswegen wir in erster Linie die Mitarbeitenden unserer Mitgliedsunternehmen zusammenbringen. Wir sorgen dafür, dass sich Fachexperten unternehmensübergreifend austauschen und vernetzen können, bieten die dafür erforderliche Infrastruktur, organisieren Vernetzungsveranstaltungen und stehen als „Draht in‘s Netzwerk“ zur Verfügung. Darüber hinaus entwickeln wir fachspezifische und überfachliche Weiterbildungsangebote und greifen in unterschiedlichen Formaten zukunftsweisende Themen wie z. B. Künstliche Intelligenz auf, um zu informieren, zu inspirieren, einen ersten Einblick in neue Fachgebiete zu gewähren, die Innovationskraft der Clustermitglieder zu stärken und letztendlich zur Sicherung deren Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Durch unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verhelfen wir der Kunststoffbranche zu mehr Sichtbarkeit.

Weil ein Cluster nur erfolgreich sein kann, wenn viele mitmachen, fördern wir das, indem wir mit unserem Angebotsportfolio alle Hierarchieebenen und Unternehmensbereiche ansprechen.

Alle Aktivitäten des Kunststoff-Netzwerk Franken basieren auf den Bedarfen der Mitglieder. Jedes Unternehmen kann eigene Themen einbringen – ja ist sogar dazu aufgefordert. Nur so ergibt sich ein Mehrwert für die Firmen. Und auch nur so können wir eine Nutzung unserer Angebote und eine Akzeptanz sowie das Fortbestehen des Clusters sicherstellen.

Das Clustermanagement ist für die klassischen Geschäftsführungs-Aufgaben aber vor allem auch für die Akquise und Einführung neuer Clustermitglieder, die Bedarfsermittlung, die Identifikation relevanter Themen sowie die Entwicklung neuer Angebote zuständig. Auch die Repräsentation des Clusters bei internen und externen Veranstaltungen fällt in dessen Aufgabengebiet. Wir im Clustermanagement halten mit möglichst vielen unserer Ansprechpartner aus den Mitgliedsfirmen regelmäßig persönlich Kontakt, denn dieser Kontakt von Mensch zu Mensch ist unserer Meinung nach eine Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Netzwerks.

Neben einer Transparenz über die Branche schaffen wir mit unseren Angeboten Möglichkeiten zur Weiterbildung, Inspiration und Vernetzung und bieten eine Austauschplattform, auf der offen und vertrauensvoll diskutiert wird. Diese Kombination schätzen unsere Mitglieder sehr.


3. Welche Mehrwerte bietet Ihnen und Ihren Mitgliedern das Programm „go-cluster“? Welche Angebote und Services aus „go-cluster“ helfen Ihnen besonders bei der Weiterentwicklung des Clusters? Warum lohnt sich für Sie und Ihre Mitglieder die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“?

(Gemeinsam) Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bereits 2005, zwei Jahre nach Programmstart, Mitglied bei „go-cluster“ bzw. der Vorgängerinitiative geworden sind. Wir schätzen die Aktivitäten aus „go-cluster“ sehr, da sie uns die Möglichkeit bieten auch andere, branchenfremde Cluster kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen aber auch unsere eigenen Stärken und Schwächen im Vergleich zu erkennen. „go-cluster“-Veranstaltungen sind immer eine Quelle der Inspiration und jedes Mal wieder nehmen wir neue Ideen und Denkansätze mit.
Insbesondere die Rezertifizierungsprozesse für das Silber-Label sind für uns wichtig, da wir sie nutzen um uns selber zu hinterfragen und zu überlegen, in welche Richtung wir uns weiterentwickeln wollen. Die Zertifizierung hilft uns außerdem dabei, die Qualität unserer Arbeit zu verifizieren und nach außen sichtbar zu machen.
Sehr hilfreich finden wir auch die Unterstützung durch Fachvorträge zu Clustermanagement-Themen sowie beim Zugang zu Fördermitteln. Die Wettbewerbe im Rahmen des Programms helfen uns außerdem immer wieder unseren aktuellen Stand zu überprüfen.
Wir halten das Programm „go-cluster“ für eine sehr wichtige Einrichtung für Netzwerke und Cluster.

4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“? Warum würden Sie das Programm „go-cluster“ weiterempfehlen?

Die jährlichen Treffen in Berlin sind immer wieder hoch spannend. Was mir aber vor allem in Erinnerung bleibt, sind die Clusterwettbewerbe, in deren Rahmen wir schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Aber auch die durch „go-cluster“ unterstützten Projekte, die es uns ermöglicht haben Aufgaben umzusetzen, die wir sonst nicht angehen hätten können.
Wie schon gesagt, die Mitglieder des Programms „go-cluster“ zu Gast in Bayreuth zu haben ist immer wieder ein Highlight. Wir empfehlen allen Clustern und Netzwerk die Mitgliedschaft bei „go-cluster“ anzustreben. Richtig genutzt ergeben sich daraus sehr viele Vorteile und Synergie-Effekte, die die eigene Netzwerkstruktur deutlich voranbringen.

(Fleischmann) Mein Highlight war der Vernetzungstag Ende 2023, zudem wir die anderen Cluster des Programms zu uns einladen durften. Ein tolles Format mit ganz viel Zeit zum Netzwerken, Austauschen und Kontakte knüpfen. Ich war begeistert vom Interesse der anwesenden Clustermanagerinnen und -manager und sehr stolz darauf, dass wir als Gastgeber ausgewählt worden sind. Weil ich denke, dass es wichtig ist seine Fühler im Clustermanagement nicht nur in‘s Netzwerk sondern auch nach außen auszustrecken und weil „go-cluster“ genau hierfür eine Plattform bietet, kann ich das Programm nur uneingeschränkt weiterempfehlen.

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