Potenziale für mehr Wasserstoff in der Energiewende

Im Oldenburger Energiecluster OLEC e. V. – Mitglied des BMWi-Programms „go-cluster“ – steht die erfolgreiche Energiewende im Fokus. Beim digitalen Abschlussworkshop des Projekts „H2LinkRegions“ erörterten Expertinnen und Experten auf Initiative des Netzwerks daher die „Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beim Thema Wasserstoff“.

Impression vom ersten "H2LinksRegions"-Workshop
"H2LinkRegions" brachte bereits im ersten Workshop zu Beginn des Jahres 2020 Wasserstoff-Expertinnen und -Experten aus Deutschland und den Niederlanden zusammen.
© OLEC e. V.
Impression vom ersten "H2LinksRegions"-Workshop

Die Nord-Niederlande und das Bundesland Niedersachsen sind zwei dynamische Energieregionen und mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energiequellen hat die Region eine führende Position in der Energiewende inne. Wasserstoff als Energieträger spielt dabei eine besondere Rolle. Das Oldenburger Energiecluster (OLEC) und die niederländische New Energy Coalition (NEC) bringen regelmäßig und grenzüberschreitend Fachleute zusammen, um das Thema Wasserstoff voranzubringen.

Während des Workshops wurden verschiedene Projekte aus der Grenzregion zwischen dem nordwestlichen Niedersachsen und den nordniederländischen Provinzen vorgestellt. Dabei wurden verschiedene Sektoren betrachtet, die sich mit Wasserstoffanwendungen beschäftigen. Eine Schlüsselposition nehmen aktuell Lösungen für den Mobilitäts- und Industriesektor ein, u. a. Speicher und Mobilität sowie Häfen, Logistik und Nutzung von Überschussstrom aus regenerativen Energien. Aber auch im Bereich der Agrarwirtschaft wird über die Nutzung von Wasserstoff nachgedacht – so zum Beispiel in der Landmaschinentechnik. Vom kleinen Start-up, das Wasserstoffbusse entwickelt, über kommunale Strategien und Aktivitäten bis hin zu geförderten Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie-Vorhaben, sogenannten HyExperts- und HyPerformer-Projekten, ist die Grenzregion mit zahlreichen Kompetenzträgern ausgestattet.

Dies zeigt auch eine Potenzialanalyse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Themenkomplex Wasserstoff, die auf der Konferenz vorgestellt wurde. Die Studie beleuchtet Kooperationspotenziale in verschiedenen Schwerpunktthemen, aber auch akute Hemmnisse. Sie kommt zu dem Schluss, dass insbesondere KMU noch Unterstützung benötigten, um in den dynamischen Markt einzusteigen. Es müssten Anreize für innovative Unternehmen geschaffen werden, so dass die notwendige Infrastruktur auf- und ausgebaut werde.

OLEC und die New Energy Coalition wollen die Kräfte im Thema Wasserstoff auch zukünftig stärker bündeln und einen grenzüberschreitenden Runden Tisch ins Leben rufen. „H2LinkRegions“, das im Rahmen des Programms „INTERREG Deutschland-Nederland“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, hat hierfür den Grundstein gelegt. Es zielte darauf ab, gemeinsame Entwicklungen sowie den Wissensaustausch innerhalb der nord-niederländischen und norddeutschen Region anzustoßen.

Dialogplattform für die Energiewende im Nordwesten

Der Oldenburger Energiecluster OLEC e. V. vernetzt verschiedene Partner technologieübergreifend. Er dient als Dialogplattform für die Energiewende im Nordwesten, ist national sowie international stark vernetzt und unterhält zahlreiche Kontakte zu weiteren Netzwerken aus ganz Deutschland, den Niederlanden, China und Südafrika. Dem Netzwerk gehören neben kleinen, innovativen Unternehmen und Start-ups auch Global Player, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Gebietskörperschaften und Bildungsdienstleister an. Von den klassischen Feldern Wind, Solar und Biomasse über Finanzierungsmechanismen der Branche, Energiemanagement und IT-Lösungen, Energiespeicher, Smart Grids, Fragen zu Smart Cities und Smart Regions bis hin zur Elektromobilität und dem Thema Aus- und Weiterbildung verfügt das Cluster über anerkannte Kompetenzträger.

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