02.12.2014

Aktueller Hinweis: Neue Förderung des BMBF unterstützt Internationalisierung von Clustern und Netzwerken - Aktueller Hinweis auf die neue Fördermaßnahme des BMBF

Deutsche Innovationspole weltweit vernetzen

Durch die Globalisierung werden Wertschöpfungs- und Innovationsketten immer internationaler. Weltweit spezialisieren sich Regionen. Vom Silicon Valley über Cambridge bis nach Singapur, an unterschiedlichen Standorten in der Welt sind spezifische Kompetenzen entstanden. Komplexe globale Herausforderungen und Innovationen müssen und können immer öfter in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern angegangen werden. Darauf zielt die neue Maßnahme des Bundesministeriums für Bildung Forschung zur Internationalisierung von herausragenden Clustern und Netzwerken ab.

Die Leistungsfähigkeit innovativer Standorte hängt nicht mehr nur von einer engen Einbindung der Wissenschaft und Wirtschaft in regionale und nationale Wissensnetzwerke ab. Wettbewerbsfähig und innovativ bleibt, wer seine eigenen Fähigkeiten mit anderen teilt und durch die Einbindung von internationalem Know-how erweitert. Die stärkere internationale Vernetzung der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft ist deshalb ein zentrales Element der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat hierzu die neue Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ veröffentlicht (www.cluster-networks-international.de). In Deutschland arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und andere regionale Akteure bereits erfolgreich in Clustern und Netzwerken zusammen. Gemeinsam entstehen branchen- und technologieübergreifend neue, zukunftsträchtige Techniken, Produkte und Lösungen.

„Die Spitzencluster, Zukunftsprojekte und viele vergleichbare Netzwerke haben erfolgreich Unternehmen, Wissenschaft sowie weitere Partner zusammengeführt. Durch zukunftsfähige Ideen, Erfindungen und Produkte aus Deutschland sind sie attraktiv für globale Partner und international wettbewerbsfähig“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Mit dem neuen Förderansatz bauen wir auf ihrem erarbeiteten Renommee und ihren Kompetenzen auf, um die weltweite Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft zu vertiefen. Das stärkt den Innovationsstandort Deutschland.“

Besonders Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbare Netzwerke sind durch zukunftsfähige Innovationen "Made in Germany" international bekannt und attraktiv für globale Partner. Durch ihre Managements wurden in vielen Fällen bereits erste Kontakte zu anderen führenden Regionen mit ergänzenden Fähigkeiten geknüpft. An dieser exzellenten Ausgangslage setzt die Förderinitiative an. Dort wo ein Mehrwert für den Standort Deutschland besteht, sollen die Kontakte weiter ausgebaut und eine strategische Kooperation aufgebaut werden. Auf Augenhöhe sollen in gemeinsamen Projekten und zum gegenseitigen Nutzen ergänzende Kompetenzen verbunden werden. Damit können beide Seiten innovativer werden und sich besser im internationalen Wettbewerb behaupten.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von einer Internationalisierung in der Gemeinschaft mit großen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Rahmen von Clustern und Netzwerken fällt es in der Regel deutlich leichter, sich an internationalen Innovationsprozessen zu beteiligen. Neben finanziellen und personellen Mitteln sind geeignete Strategien notwendig, um potenzielle Technologien, Märkte und Länder zu erkennen und zu erschließen.

Eine Stärke der adressierten Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbaren Netzwerke ist, dass sie über erfahrene und professionelle Managements verfügen, die bei dieser Aufgabe unterstützen. Auf nationaler und regionaler Ebene konnten dadurch bereits die Einzelinteressen beteiligter Akteure gebündelt und gemeinsame Innovationsstrategien erarbeitet werden. Durch den jetzt folgenden Schritt der Internationalisierung in Form strategiegeleiteter Kooperationen bauen sie den Akteuren damit eine Brücke in die Welt.

In der aktuell gestarteten ersten von drei Wettbewerbsrunden der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ werden bis zu zehn Projektideen zur Erstellung eines Internationalisierungskonzeptes unterstützt. Die erfolgreichen Bewerber sollen bestehende Kontakte zu internationalen Kooperationen ausbauen und mit gemeinsamen Forschungsprojekten Innovationssprünge realisieren. Für die Entwicklung der Internationalisierungskonzepte und deren Umsetzung in Projekten auf Augenhöhe mit internationalen Partnern stellt das BMBF jeweils bis zu vier Millionen Euro zur Verfügung.

Interessierte aus Cluster- und Netzwerkmanagements können sich im Rahmen von zwei Informationsveranstaltungen persönlich über die Details zum Förderprogramm informieren, am:

  • Dienstag, den 16. Dezember 2014 von 10.30 bis 13.00 Uhr im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kapelle-Ufer 1, 10117 Berlin und
  • Dienstag, den 13. Januar 2015 von 10.30 bis 13.00 Uhr in Bonn (Ort wird noch bekanntgegeben).

Bitte melden Sie sich bis zum 12. Dezember bzw. 09. Januar unter der E-mail r.frings@fz-juelich.de an.

Die Internationalisierung der Cluster und Netzwerke ist Teil der neuen Hightech-Strategie. Die neue Hightech-Strategie macht aus Ideen Innovationen. Sie knüpft Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. So schafft sie Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen.

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