Meldung
27.04.2026

InfectoGnostics | BioLAGO: BioRegionen zeichnen drei Projekte aus

Der Arbeitskreis der BioRegionen Deutschlands hat am 21. April 2026 bei den German Biotech Days in Leipzig drei Projekte mit dem Innovationspreis 2026 ausgezeichnet. Der InfectoGnostics Forschungscampus Jena war Partnerregion der German Biotech Days und hat gemeinsam mit BioLAGO die Preisvergabe organisiert. Prämiert wurden ein Wirkstoffansatz gegen Staphylococcus aureus, ein neuer Ansatz der gezielten Proteindegradation in der Krebstherapie sowie eine Plattform für vaskularisierte Gewebemodelle.

Sieben Personen stehen auf einer Bühne vor einer Leinwand und einem Veranstaltungsbildschirm. Mehrere von ihnen halten Urkunden des Innovationspreises der BioRegionen Deutschlands 2026 in die Kamera.
Preisträgerinnen und Preisträger des Innovationspreises 2026, umrahmt von den Moderatoren
© BioLAGO | Zöhre Kurc
InfectoGnostics | BioLAGO: BioRegionen zeichnen drei Projekte aus

Sechs Finalistinnen und Finalisten aus Dresden, Braunschweig, Berlin, Leipzig, Würzburg und Frankfurt am Main präsentierten ihre Arbeiten vor internationalem Fachpublikum und potenziellen Investorinnen und Investoren. Eine unabhängige Fachjury wählte daraus drei gleichrangige Preisträger aus, die jeweils 2.000 Euro erhielten.

Aus Braunschweig wurde das Projekt „First-in-class small-molecule inhibitor of Staphylococcus aureus α-toxin“ von Dr. Aditya Shekhar vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung ausgezeichnet. Der Ansatz zielt darauf, nicht den Erreger selbst abzutöten, sondern das α-Toxin von Staphylococcus aureus als zentralen Virulenzfaktor zu neutralisieren. Die Jury würdigte vor allem die validierte Wirkweise und den Weg in Richtung klinischer Anwendung.

Ein weiterer Preis ging an Dr. Xinlai Cheng von der Goethe-Universität Frankfurt für das Projekt „SpliceTACs: First-in-class spliceosome-targeting degraders“. Der Ansatz richtet sich gegen das spliceosomale Protein USP39, greift damit in die RNA-Verarbeitung ein und führt zum Absterben von Tumorzellen. Die Jury hob hervor, dass damit ein bislang schwer adressierbarer molekularer Mechanismus mit modernen Ansätzen der Wirkstoffentwicklung verbunden wird.

Der dritte Innovationspreis ging an Alexander Radüchel und Katinka Theis vom Universitätsklinikum Würzburg für „Vasc-on-Demand – Plattform für vaskularisierte Gewebemodelle“. Die Plattform soll die standardisierte Herstellung vaskularisierter Gewebemodelle mit sofort einsetzbaren künstlichen Blutgefäßen ermöglichen. Gewürdigt wurden vor allem das breite Anwendungspotenzial von der Wirkstoffentwicklung bis zur personalisierten Medizin und die erkennbare Umsetzbarkeit.

Den Publikumspreis erhielt Felix Wagner von der Technischen Universität Dresden für das Projekt „MakulaPatch“, bei dem Mini-Netzhäute zur Behandlung degenerativer Augenerkrankungen entwickelt werden. Zu den weiteren Finalisten gehörten Dr. Ronny Frank von der Universität Leipzig mit einem Testverfahren zum enzyminduzierten Polymerabbau sowie Dr. Anthea Wirges vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin mit einem Ansatz zu In-vivo-anti-CXCR5-CAR-T-Zellen.

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