Meldung
02.03.2026

Zukunftscluster SaxoCell: Ausgründung beweist internationale Wettbewerbsfähigkeit

Das Unternehmen Seamless Therapeutics, hervorgegangen aus dem Zukunftscluster SaxoCell, kooperiert mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly and Company. Das stärkt auch den Gentherapie-Standort Sachsen. SaxoCell und Eli Lilly wollen zusammen neue Gentherapien gegen genetisch bedingten Hörverlust entwickeln.

Rakete aus Pappe hebt ab auf orangem Hintergrund
© iStock/mattjeacock
Rakete orange

Seamless Therapeutics wurde bereits in der ersten Förderphase des Clusters – damals noch unter dem Namen RecTech – aus der TU Dresden heraus gegründet und steht exemplarisch für den erfolgreichen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen. Erkenntnisse und Entwicklungen der TU Dresden waren hierbei eine wichtige Grundlage für die Ausgründung, auf die das Unternehmen über die letzten Jahre signifikant aufgebaut hat.

Seamless Therapeutics entwickelt programmierbare Rekombinasen, die in der DNA krankheitsverursachende genetische Veränderungen gezielt korrigieren können. Damit sollen die neuen Therapien an den Ursachen für die genetisch bedingte Erkrankungen ansetzen.

Beitrag zur regionalen Wertschöpfung

Die Kooperation mit Eli Lilly unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Seamless Therapeutics und den am Standort Dresden entwickelten Technologien. Damit leistet die Partnerschaft einen konkreten Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze im Bereich der Gentherapie. Während Seamless Therapeutics die Entwicklung der spezifischen Rekombinasen verantwortet, bringt Eli Lilly seine umfassende Erfahrung in der präklinischen und klinischen Entwicklung sowie in der globalen Kommerzialisierung ein.

Die Kooperation zeigt beispielhaft, wie Unternehmen im Rahmen der Zukunftscluster-Initiative des BMFTR Innovationen erfolgreich in internationale Entwicklungsprogramme überführen können. „Die Kooperation bestätigt die hohe Innovationskraft der Unternehmen, die Teil unseres Clusters sind, und zeigt, dass Ausgründungen, die mit dem SaxoCell-Umfeld assoziiert sind, international wettbewerbsfähig sind“, sagte SaxoCell-Sprecher Frank Buchholz. „Solche Entwicklungen sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Etablierung eines leistungsfähigen Ökosystems für Zell- und Gentherapien in Deutschland.“

Das Beispiel Seamless Therapeutics verdeutlicht die strukturbildende Wirkung der Clusterförderung: Durch die enge Vernetzung von Wissenschaft, Klinik und Industrie entstehen im Zukunftscluster SaxoCell die Voraussetzungen für erfolgreiche Ausgründungen, internationale Partnerschaften und die beschleunigte Überführung neuer Therapieansätze in die Anwendung.

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