Meldung
08.12.2025

it’s OWL: Wie können mittelständische Unternehmen aus Fragen konkrete Projekte machen?

Wie gelangen Innovationen verlässlich in den Betriebsalltag mittelständischer Unternehmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Transfertages von it’s OWL. Einige Erkenntnisse: Lieber klein anfangen, als auf den perfekten Zeitpunkt warten. Bei Innovationsprojekten sollte die Nutzung durch KMU immer mitgedacht werden. Die Politik will Unternehmen unterstützen, mehr Zeit für Zukunftsthemen und weniger für bürokratische Schleifen zu nutzen. Dafür sieht etwa Ina Laukötter, Landrätin des Kreises Gütersloh, Netzwerke wie it’s OWL als wichtigen Partner.

4 Menschen stehen auf einer Bühne.
Auf dem Podium diskutierten (v. l.): Wolfgang Marquardt, Leiter PR und Marketing it’s OWL; Anna Niehaus, Geschäftsführerin pro Wirtschaft GT; Volker Willich, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred Willich Produktions GmbH, Ina Laukötter, Landrätin des Kreises Gütersloh
© it’s OWL
it’s OWL: Wie können mittelständische Unternehmen aus Fragen konkrete Projekte machen?

Maschinen werden vernetzter, Fachkräfte knapper, der Druck durch Klimaziele größer. Ein neues Konzept auf PowerPoint reicht da nicht mehr.

„Der wichtigste Schritt im Transfer sind nicht große Strategiepapiere, sondern die ersten Fragen“, sagte Volker Willich, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred Willich Produktions GmbH. „Was passt zu meinem Betrieb, welche Daten habe ich schon, wer kann mir helfen? Auf dem Transfertag stelle ich diese Fragen direkt an Forschung und andere Unternehmen und gehe mit klaren nächsten Schritten nach Hause.“

Mittelständische Unternehmen brauchen Antworten, die sich am nächsten Werktag umsetzen lassen:

  • Wo fange ich an?
  • Wer begleitet mich?
  • Welche Technologie passt zu meinem Geschäft und wie kann ich von KI profitieren?

Genau hier setzt der Transfertag von it’s OWL an. Unternehmerinnen und Unternehmer, Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Forschung kommen zusammen, um eine gemeinsame Frage zu klären: Wie schaffen wir es, Innovation verlässlich in den Betriebsalltag zu bringen?

Fachkräftemangel trifft Einstellungsstopp: Transfer muss alltagstauglich sein

Wie angespannt die Lage in vielen Unternehmen ist, erlebt Anna Niehaus täglich. Sie ist Geschäftsführerin der pro Wirtschaft GT und spricht mit zahlreichen mittelständischen Betrieben im Kreis Gütersloh. Die Ausgangslage: hoher wirtschaftlicher Druck trifft auf große Aufgaben zur Entwicklung digitaler und nachhaltiger Prozesse und Produkte bei gleichzeitig knappen Ressourcen.

Politik als Beschleuniger: Genehmigungen digital, Bildung modern

Transformation bleibt nicht allein Aufgabe der Unternehmen. Auch die öffentliche Hand beeinflusst Tempo und Richtung. Für Ina Laukötter, Landrätin des Kreises Gütersloh, gehören Rahmenbedingungen und Technologieangebote zusammen. „Wenn wir den Mittelstand stärken wollen, müssen wir Hemmnisse abbauen“, sagte Laukötter. „Dazu gehören schnellere, digitale Genehmigungsverfahren und eine moderne berufliche Bildung an unseren Berufskollegs.“

Transfertag: zwischen Forschung und Praxis

Für Günter Korder, Geschäftsführer von it’s OWL, zeigt der Transfertag, wie das Netzwerk arbeitet: gemeinsam mit Unternehmen, nicht über ihre Köpfe hinweg. „Wir bringen Unternehmen, Forschung und Unterstützungsangebote sehr bewusst an einen Tisch“, so Korder. „Unser Ziel: Lösungen, die im Mittelstand ankommen.“

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen