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04.11.2025

Strategische Partnerschaft Sensorik: Bayerische Sensorik stärkt Kreislaufwirtschaft in Ägypten und Jordanien

Im Oktober 2025 besuchte eine Fachdelegation aus Ägypten und Jordanien mit rund 20 Teilnehmenden aus Unternehmen, Planungsbüros und staatlichen Institutionen Bayern, um neue Lösungen in der Abfallwirtschaft kennenzulernen. Ein Programmpunkt der Reise führte nach Regensburg zum Strategische Partnerschaft Sensorik e. V. Dort zeigten die Unternehmen inno-spec GmbH, Senseca Germany GmbH und ZAITRUS GmbH ihre Lösungen, die moderne Sensorik dabei unterstützt, die Abfallwirtschaft effektiver und digitaler zu gestalten.

Christoph Brachner spricht zu einigen Menschen.
Christoph Brachner von der inno-spec GmbH beim Vortrag
© Strategische Partnerschaft Sensorik e. V.
Strategische Partnerschaft Sensorik: Bayerische Sensorik stärkt Kreislaufwirtschaft in Ägypten und Jordanien

Ägypten ist der größte Kunststoffverbraucher Afrikas und nutzt 11 % der Kunststoffprodukte im Nahen Osten. Jährlich fallen rund 47 Mio. Tonnen Müll an – durch illegale Entsorgung ist die tatsächliche Menge noch höher. Nur etwa 20 % davon werden recycelt. Mikroplastik ist bereits in 75 % der Fische nachweisbar. Einwegplastik macht 36 % des Plastikverbrauchs aus und belastet besonders den Nil und das Mittelmeer.

Die ägyptische Regierung verfolgt den Wandel von der linearen zur Kreislaufwirtschaft und möchte veraltete Maschinen durch moderne, effiziente Anlagen ersetzen. Für bayerische Unternehmen ergeben sich Chancen im Anlagenbau, Consulting, Spezialabfallbehandlung und beim Ausbau erneuerbarer Energiequellen aus Abfall. Der ägyptische Recyclingmarkt bietet große Potenziale im Anlagenbau, Consulting, Spezialabfallbehandlung sowie im Waste-to-Energy-Sektor.

Jordanien: Infrastrukturmodernisierung und technische Lösungen

Auch Jordanien steht mit wachsendem Abfallvolumen vor großen Herausforderungen. Die Infrastruktur in den Kommunen ist oft veraltet, Fuhrparks und Behältersysteme müssen modernisiert werden. Hier werden vor allem technische Lösungen rund um Sammlung, Sortierung, Verarbeitung und Deponiesanierung gesucht.

„In Jordanien wird dringend Unterstützung bei Planung, Bau und Betrieb von Anlagen sowie bei der Bereitstellung von Geräten benötigt“, so Matthias Streller, Geschäftsführer des Strategische Partnerschaft Sensorik e. V. „Veraltete Fuhrparks und Behältersysteme sind in fast allen Gemeinden anzutreffen. Hier liegen beste Voraussetzungen für bayerische Unternehmen im Bereich Planung, Engineering und Technologieentwicklung.“ Neben klassischen Sammel- und Sortiersystemen sind auch Lösungen in der Deponiesanierung und Verwertung von Deponiegasen von hoher Bedeutung für das Land.

„Nach einer intensiven Delegationswoche hätte man mit Ermüdung rechnen können – tatsächlich jedoch herrschte lebhaftes Interesse und viele gezielte Nachfragen“, sagte Streller. Mit Unterstützung von Bayern International entsteht so eine Brücke, die bayerische Technologieanbieter direkt mit Entscheidungsträgern in diesen Zukunftsmärkten verbindet.

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