Meldung
16.10.2025
HZwo: HIC Chemnitz wird Schlüsselakteur im deutschen Wasserstoff-Ökosystem
Ende September 2025 nahm das Hydrogen Innovation Center (HIC) in Chemnitz seine Arbeit auf. Das Zentrum schafft einen klaren Transformationspfad für die Industrie, mit besonderem Augenmerk auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Start-ups. Diese werden im HIC gezielt dabei unterstützt, neue Geschäftsfelder im Bereich Wasserstofftechnologien zu erschließen. Getragen wird das Zentrum vom Technologiecluster HZwo e. V., das seit 2017 die Entwicklung einer sächsischen Wasserstoffwirtschaft vorantreibt.
V. l.: Karl Lötsch, Geschäftsführer HIC gGmbH; Michael Kretschmer, Ministerpräsident Freistaat Sachsen; Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Vorstandsvorsitzender HZwo e. V. | TU Chemnitz; Thomas Kralinski, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz; Bettina Lauer, Leiterin Bereich Innovative und klimafreundliche Mobilität im Bundesministerium für Verkehr; Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz
© HZwo e. V. | HIC gGmbH
Das mit 84,4 Millionen Euro geförderte HIC leistet damit einen zentralen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland und zur wirtschaftlichen Transformation in Sachsen.
Deutschland steht vor der größten industriellen Transformation seiner jüngeren Geschichte. Insbesondere die Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbauer mit ihren zahlreichen mittelständischen Unternehmen müssen den Übergang in eine postfossile Wirtschaft meistern. Wasserstoff spielt dabei eine Schlüsselrolle – nicht nur im Verkehr, sondern auch in der Energieversorgung und in industriellen Prozessen. Sachsen mit seinen über 700 Automobilzulieferern, Maschinen- und Anlagenbauunternehmen ist eine der bedeutendsten Clusterregionen in Deutschland.
Das HIC in Chemnitz fungiert als Katalysator dieser Transformation und unterstützt die Unternehmen, neue Wertschöpfungsfelder zu erschließen. Die Fokussierung des HIC auf kleine und mittlere Unternehmen adressiert eine zentrale Herausforderung der deutschen Wirtschaftsstruktur: KMU bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, verfügen aber oft nicht über die Ressourcen für eigenständige Wasserstoffforschung und -entwicklung. Das HIC schließt diese Lücke durch erstmals mietbare Wasserstofflabore und Teststände sowie Entwicklungsleistungen, die auch für kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene Forschungsinfrastruktur zugänglich sind. Zudem bietet die Einrichtung Start-ups aus dem Bereich Wasserstofftechnologien attraktive Ansiedlungsbedingungen und fördert so die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region.
„Wasserstoff und erneuerbare Kraftstoffe werden – neben der Elektromobilität – eine tragende Säule einer nachhaltigen Mobilität sein. Mit dem Start des Hydrogen Innovation Centers in Chemnitz entsteht eines von vier Innovations- und Technologiezentren, die wir gezielt fördern. Damit beschleunigen wir den Wandel der Zulieferindustrie hin zu klimafreundlichen Antrieben. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen eröffnen sich hier hervorragende Chancen für Forschung, Entwicklung und Innovation. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt dies mit rund 70 Millionen Euro.“, betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
„Sachsen ist führender Standort für Wasserstofftechnologien und mit dem Hydrogen Innovation Center in Chemnitz bauen wir diese Vorreiterrolle weiter aus. Wir stehen zu unserer Tradition als Automobil- und Maschinenbauland: Indem diese Schlüsselindustrien an Wasserstoff anknüpfen können, machen wir sie zukunftssicher. Genau deshalb beteiligt sich der Freistaat mit rund 14,5 Millionen Euro an dem Aufbau des Hydrogen Innovation Centers, weil es für Wertschöpfung, neue Märkte und erfolgreiche Transformation im Freistaat steht.“, so Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.
Karl Lötsch, Geschäftsführer HIC gGmbH: „Mit dem HIC öffnen wir ab heute dem Mittelstand die Tür zu neuen Wasserstoffmärkten. Als erstes Zentrum in Deutschland, das konsequent auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet ist, bieten wir in Chemnitz eine europaweit einzigartige industrielle Entwicklungs- und Testumgebung. Unternehmen können bei uns Komponenten entwickeln, integrieren, testen und bis zur Marktreife qualifizieren – gestützt von einem Netzwerk aus 160 Partnern aus Industrie und Forschung. Wir machen Hightech greifbar – mit industrienahen Services von der Komponentenentwicklung über Systemintegration bis zur Qualifizierung. Ich lade insbesondere KMU und Start-ups ein, mit uns schon jetzt Projekte zu starten – vom ersten Machbarkeitscheck bis zur Serienreife.“