Meldung
07.07.2025
BioM: BayOConnect 2025 zeigt großes biomedizinisches Innovationspotenzial in dynamischen Zeiten
Rund 350 Akteure der bayerischen, deutschen und internationalen Biotechnologiebranchen folgten dem Aufruf der Biotech-Cluster-Entwicklungsgesellschaft BioM zur 2. Auflage der Biotechnologie-Konferenz „BayOConnect – Forum for Biotech & LifeScience“ nach München. Sie diskutierten die sich verändernden Rahmenbedingungen für Innovationen in dynamischen Zeiten. Zum Abschluss der Konferenz wurde der mit 2,5 Millionen Euro dotierte m4-Award an fünf bayerische Teams für herausragende biomedizinische Forschung verliehen.
V. l.: Kevin Peters, Geschäftsführer, MSD Sharp & Dohme; Dr. Laura Matz, Chief Science and Technology Officer, Merck KGaA; Han Steutel, Präsident Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa); Prof. Dr. Francis de Véricourt, Institute for Deep Tech Innovation (DEEP) an der European School of Management and Technology Berlin; Prof. Dr. Ralf Huss, Managing Director BioM
© BioM / Bert Willer
Die diesjährige BayOConnect widmete sich dieser komplexen Situation mit einem klaren Ziel: durch intelligente Kooperationen, strategische Investitionen und anwendungsorientierte Forschung Innovationen in den Lebenswissenschaften zu stärken und nachhaltige Lösungen voranzutreiben.
In hochkarätig besetzten Panels diskutierten internationale Experten, wie belastbare Innovationsökosysteme geschaffen werden können - und welche Rolle Deutschland und Europa dabei in Zukunft spielen werden:
- Wie kann Europa im globalen Wettbewerb bestehen?
- Wie kann die Brücke zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung erfolgreich geschlagen werden?
- Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz, datengetriebene Plattformen und neue Technologien bei der Beschleunigung von Innovationen?
Geopolitische Einflüsse, volatile Investitionsstrategien, Translationshürden und nachhaltige Geschäftsmodelle wurden ebenfalls untersucht. Ein besonderer Fokus lag auf interdisziplinärer Zusammenarbeit, belastbaren Innovationsökosystemen und der Integration digitaler Technologien als Treiber für medizinische Durchbrüche.
Rund 350 Teilnehmende aus führenden Unternehmen wie Roche, Google, Amazon Web Services und Nvidia sowie aus Politik, Wissenschaft, Investment und zahlreichen Start-ups und KMUs tauschten sich aus. Ziel war es, das Momentum zu nutzen und die Innovationskraft der Biotechnologie zu stärken: sei es durch (internationale) Kooperationen oder frühe Investitionen.
Start-up-Pitches: Von der Gentherapie bis zur nicht-invasiven Krebsdiagnostik
Neue Ansätze in der Gen- und Radioligandentherapie, nicht-invasive Krebsdiagnostik, CRISPR-basierte Point-of-Care-Tests und nachhaltige Lösungen in der Landwirtschaft und Imkerei wurden von 10 Gründerteams in den Start-up-Pitches vorgestellt.
Die EBD-Gruppe sponserte den BayOConnect Start-up Award, den Dr. Christina Port von 2NA FISH von Santa Munro (EBD-Gruppe), Staatssekretär Tobias Gotthardt (StMWi) und Prof. Dr. Ralf Huss zusammen mit einer Freikarte für die BIO-Europe 2025 in Wien erhielt. 2NA FISH entwickelt eine Plattformtechnologie zur Messung von RNA-Biomarkern im räumlichen Kontext, um die Auswahl geeigneter Krebstherapien zu unterstützen und erfolglose Behandlungen, Nebenwirkungen, verkürzte Überlebenszeiten und hohe Kosten zu vermeiden.
Innovationsausstellung und Networking
Ein besonderes Highlight von BayOConnect war die Innovationsausstellung, auf der über 30 Start-ups und etablierte Unternehmen ihre neuesten Technologien und Produkte präsentierten. Diese Ausstellung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen zu informieren und wertvolle Geschäftskontakte, z. B. zu Investoren, zu knüpfen. In einer begleitenden Posterausstellung wurden innovative Ideen und die neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt. Außerdem trafen sich die Teilnehmer in über 350 Partnering Meetings, um Ideen auszutauschen und Kooperationen auszuloten.
m4-Award-Gewinner für wegweisende Forschung geehrt
Den Abschluss von BayOConnect bildete die feierliche Verleihung des mit 2,5 Millionen Euro dotierten m4-Award an fünf bayerische Teams für herausragende biomedizinische Forschung. Der Preis wird alle zwei Jahre von BioM gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie vergeben. Das Preisgeld von 500.000 Euro pro Team soll den Gewinnern eine Ausgründung aus der Akademie ermöglichen. Die ausgewählten Forschungsprojekte beschäftigen sich diesmal mit den großen Volkskrankheiten Alzheimer, Krebs und rheumatoide Arthritis und bieten Lösungen für RNA-Therapien. Fünf Gewinnerteams konnten die hochkarätig besetzte Jury mit ihren herausragenden biomedizinischen Forschungsprojekten überzeugen und sich gegen 48 exzellente Bewerbungen von Forschungseinrichtungen aus ganz Bayern durchsetzen.
Die diesjährige BayOConnect steht ganz im Zeichen des Wandels - wirtschaftlich und technologisch. Wir erleben, wie Künstliche Intelligenz, neue Investitionsmodelle und geopolitische Entwicklungen die Biotechnologie tiefgreifend verändern. Mit BayOConnect schaffen wir Raum für den Dialog über diese Dynamiken - und fördern konkrete Kooperationen, die den Transfer von Innovationen in marktfähige Lösungen beschleunigen.
Prof. Dr. Ralf Huss, Geschäftsführer von BioM
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