Meldung
26.02.2025

InnoZent OWL: Erfolgreiche Strategien für den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft

Anfang Februar zeigten drei Unternehmen an mehreren Praxisbeispielen, wie der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft gelingen kann. Dafür trafen sich rund 70 Teilnehmende im Technologie- und Wissenszentrum der Follmann Chemie GmbH in Minden. Die Veranstaltung war Teil des Projektes „CE:FIRE zirkulär.frugal.regenerativ“ und wurde von InnoZent OWL e. V. mitveranstaltet. Das Projekt CE:FIRE zirkulär.frugal.regenerativ wird mit finanzieller Unterstützung der EU und des Landes NRW durchgeführt.

Zu sehen sind von links nach rechts: Andreas Franke, Catharina Behl, Dr. Holger von der Emde, Wolfgang Wäntig und Stefan Dierks, Ulrich Tepper, Stephan Langejürgen, Ulrike Künnemann, Dr. Thomas Damerau, Bettina Stolt.
Referenten und Veranstalter auf einem Blick: v. l. Andreas Franke (Follmann Chemie GmbH); Catharina Behl (Kreis Minden-Lübbecke), Dr. Holger von der Emde (Ornamin-Kunststoffwerke GmbH & Co. KG), Wolfgang Wäntig und Stefan Dierks (beide Melitta Gruppe), Ulrich Tepper (IHK Ostwestfalen zu Bielefeld), Stephan Langejürgen (wfg im Kreis Herford), Ulrike Künnemann (InnoZent OWL e. V.), Dr. Thomas Damerau (Follmann Chemie GmbH), Bettina Stolt (Triflex GmbH & Co. KG)
© Kreis Minden-Lübbecke
InnoZent OWL: Erfolgreiche Strategien für den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft aus Minden

Die Follmann Chemie GmbH ist richtungsweisend bei der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Spezialchemikalien für die verarbeitende Industrie sowie bei Abdichtungssystemen und Markierungswerkstoffen für den Baubereich. Follmann hat vor 25 Jahren, als eines der ersten Unternehmen in der Chemiebranche, eigene Umweltmanagement-Normen eingeführt. Seitdem ist viel passiert, doch die Leitidee zum Thema Nachhaltigkeit hat sich nicht geändert: Nachhaltigkeit ist der Pfad zum Erfolg. Nachhaltigkeitsstrategien wurden bei der Follmann Chemie Gruppe mit Zukunftsfähigkeit gleichgesetzt. Entwickelt wurde die Strategie durch partizipative Prozesse mit Stakeholdern, Kolleginnen und Kollegen und der Geschäftsführung. Daraus folgte, dass Umweltverantwortung und Gesundheit & Wohlbefinden jetzt bei allen Prozessen im Unternehmen im Fokus stehen. Zum Beispiel sind langlebige Produkte mit wenigen oder keinen Sanierungszyklen auch ein Aspekt der Kreislaufwirtschaft.

Die Melitta Gruppe gründete das Tochterunternehmen Confresco, um Abfälle aus Bangalore zu recyceln. Das Rezyklat wird u. a. für die Produktion seiner Abfallbeutel der Marke Swirl benutzt. Das Social BusinessFair Recycled Plastic“ unterstützt damit Waste Picker, Gemeinschaften von Abfallsammlern, welche gesammelten und vorsortierten Plastikabfall verkaufen, bei ihrem Lebensunterhalt durch Kredite, faire Preise, Schule & Bildung als auch einem mobilen Gesundheitsschutz. Auch durch weitere Maßnahmen wie dem regenerativen Kaffeeanbau, neuen Stoffkreisläufen für Filterpapierabschnitte, Reparaturansätze für Kaffeemaschinen sowie neuen Mietmodellen für Kaffeevollautomaten konnte deutlich gemacht werden, dass zirkuläres Wirtschaften nur in der Gemeinschaft geht.

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich die Ornamin-Kunststoffwerke GmbH & Co. KG mit der Kreislaufwirtschaft. Deutlich wird dies bei der Darstellung der Fülle von Einsatzmöglichkeiten für Kunststoff-Mehrweggeschirr und funktionierenden Rücknahmesystemen. Auf Langlebigkeit der Produkte und effiziente als auch nachhaltige Produktnutzung, wie dem Ausschließen von Wegwerf- und Einwegprodukten, wird großen Wert gelegt. Weitere Ansatzpunkte sind Zero-Waste-Produkte, sowie schon in der Produktion die sorten- und farbenreine Trennung von Ausschuss und dessen Wiederverwertung im eigenen Unternehmen.

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