Meldung
12.02.2025

SaxoCell: Durchbruch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen

Eine neue Therapie mit CD19-CAR-T-Zellen wurde erfolgreich bei einem Patienten mit der schweren Autoimmunerkrankung ITP (multirefraktäre primäre Immunthrombozytopenie) eingesetzt. Bei der Krankheit zerstört das Immunsystem Blutplättchen und führt so zu lebensbedrohlichen Blutungen. Durch die innovative Therapie sind die Symptome des Patienten mit ITP dauerhaft verschwunden. Diesen Fall hat das Team um SaxoCell-Co-Sprecher Professor Martin Bornhäuser jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht.

DNS Helix und Wissenschaftlerin hält Reagenzglas
© Paulista/Adobe Stock
DNS Helix und Wissenschaftlerin hält Reagenzglas

Die T-Zellen (spezielle Abwehrzellen des körpereigenen Immunsystems) werden für die Therapie dem Patienten aus dem Blut entnommen. Sie werden so verändert, dass sie zurück im Körper andere Zellen (bisher meist Krebszellen) aufspüren und vernichten können.

Gemeinsam mit Dimitrios Mougiakakos aus Magdeburg, einem Experten für die CAR-T-Behandlung von Autoimmunerkrankungen, der die Zellbeschaffung und Reinfusion leitete, koordinierten Karolin Trautmann-Grill und Malte von Bonin aus Dresden die Betreuung und Nachsorge der Patienten.

Dieser Fall zeigt das große Potenzial der CAR-T-Zelltherapie bei schweren hämatologischen Autoimmunkrankheiten. „Wir haben dies bereits mehrfach bei der Behandlung von Krebserkrankungen zum Wohle der Patienten eingesetzt. Mit dem Zell- und Gentherapie-Cluster SaxoCell haben wir die idealen Voraussetzungen, dieses Wissen und unsere Expertise auch für andere Indikationen zu nutzen“, sagte SaxoCell-Sprecher Frank Buchholz.

Trotz der sehr vielversprechenden Ergebnisse sind weitere klinische Studien nötig, um die langfristige Sicherheit und Anwendbarkeit bewerten zu können.

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