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11.02.2025

NeuroSys: Forschende veröffentlichen Gastbeitrag in „Die Zeit“

Die Versuche, ausländische Unternehmen aus der Halbleiterbranche in Deutschland anzusiedeln, damit sie hier Computerchips produzieren, sind bisher wenig erfolgreich. In ihrem Gastbeitrag für „Die Zeit“ zeigen zwei Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin des Zukunftsclusters NeuroSys einen anderen Ansatz auf. Max Lemme, Professor und Koordinator des Clusters, Juniorprofessorin Mareike Smolka und der wissenschaftliche Mitarbeiter Philipp Neudert sprechen sich für eine aktive, missionsorientierte Innovationspolitik aus.

Das Bild zeigt sechs Hände, die von unten nach oben, zwei Zeitungen, ein Tablet, zwei Mikrofone und ein Notizbuch hochhalten.
© Pixel-Shot/Adobe Stock
Frauenhände mit Zeitungen, Mikrofonen und Notizbüchern auf hellem Hintergrund

Diese Innovationspolitik sollte unter anderem folgende Aspekte enthalten.

Kleine Ansätze groß machen

Man kann etwa auf technisch führende Unternehmen ohne eigene Produktion setzen. Diese können die Keimzellen regionaler Innovationsökosysteme bilden, die auch vom traditionell starken Maschinenbau profitieren können. So würden Chancen für organischen, weniger von einzelnen Großunternehmen abhängigen Fortschritt und zukunftsgewandten Strukturwandel entstehen.

Hilfe durch staatliche Aufträge

Der Staat spielt ohnehin eine aktive forschungspolitische Rolle. Moderne Staaten finanzieren Basistechnologien, die Produkten wie Smartphones, Fahrzeugen oder KI-Anwendungen zugrunde liegen. Dadurch ergibt sich politisches Gestaltungspotenzial, etwa durch die Priorisierung bestimmter gesellschaftlicher Bedarfe oder durch Koordination mit infrastrukturpolitischen oder wirtschaftsfördernden Maßnahmen. Dieser Gestaltungsanspruch kann konkret über Förderrichtlinien oder gezielte Förderformate eingelöst werden. 

Unterstützung und Legitimität

Breite Debatten etwa darüber, wie verbesserungswürdige Aspekte des Computings adressiert oder gesellschaftliche Erwartungen in die Technologieentwicklung integriert werden sollten, können eine stabilere öffentliche Unterstützung bewirken.

Kurzfristig mag der Ansatz einer aktiven Innovationspolitik komplexer und herausfordernder erscheinen, als einzelne große Subventionsprojekte für alternativlos zu erklären. Mittel- und längerfristig liegt darin jedoch eine große Chance.