Meldung
22.08.2024

InnoZent OWL: Rückblick auf „ReThink: Jenseits der Nachhaltigkeit – weniger schlecht ist nicht gut genug!“

Auf der gemeinsamen Veranstaltung von Bertelsmann Stiftung, InnoZent OWL e. V., Lippe zirkulär und owl maschinenbau e. V. in Bielefeld besprachen die Teilnehmenden die Dimension der Nachhaltigkeitsansätze der vergangenen Jahre. Dabei ging es zum einen um das Verhältnis von Nachhaltigkeit und Wirtschaft, zum anderen darum, ob signifikante Änderungen durch Mensch und Unternehmen noch möglich sind.

Das Bild zeigt die Teilnehmenden an der Veranstaltung.
Ein engagierter und erkenntnisreicher Tag zur Nachhaltigkeit! ReThink: Jenseits der Nachhaltigkeit - weniger schlecht ist nicht gut genug!“ am 27. Juli 2024 in der Founders Foundation in Bielefeld.
© InnoZent OWL
Ein engagierter und erkenntnisreicher Tag zur Nachhaltigkeit! ReThink: Jenseits der Nachhaltigkeit - weniger schlecht ist nicht gut genug!“ am 27. Juli 2024 in der Founders Foundation in Bielefeld.

Unter der Moderation von Almut Rademacher, Geschäftsführerin des owl maschinenbau e. V., wurden Perspektiven und Ansätze für das Gelingen einer nachhaltigen Wirtschaft ausgetauscht.

Susanne Hagenkort-Rieger, Leiterin der Grundsatzabteilung „Wirtschaftspolitik“ im NRW Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in Düsseldorf, betonte die Vorreiterrolle des Landes NRW mit dem Bestreben, es zu einem führenden Circular-Economy-Standort mit neuen Geschäftsmodellen und Wettbewerbsvorteilen für Unternehmen in Europa zu machen.

Alrun Ohrmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der OHRMANN GmbH in Möhnesee, sprach über die eigenen Erfolge in kleinen Schritten hin zu einem neuen Bewusstsein im Unternehmen.

Inken Carina Sittler, Projektreferentin bei der Circular-Economy-Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. in Berlin, spricht über die Komplexität des gesamten Wertschöpfungskreislaufs von Circular-Economy und den damit notwendigen Rahmenbedingungen, um einen Wandel zu ermöglichen und gleichzeitig Wirtschaftsstandorte zu stärken.

Prof. Dr. Lars Hochmann, Professor für Transformation und Unternehmung an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz, erläuterte die Notwendigkeit eines neuen Wirtschafts-Begriffs für die Erreichung aller Nachhaltigkeitsziele und den damit verbundenen Prozess eines veränderten Denkens von moralischen Revolutionen, wie der Abschaffung der Sklaverei.

Ergänzt wurde das Panel durch einen Beitrag von Vanja Schneider, Geschäftsführer der Moringa GmbH in Monheim am Rhein. Das Moringa Projekt in Hamburg ist eines der ersten Wohnhochhäuser in Deutschland, das nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip gebaut wird. In der Gestaltung des Hochhauses sollen die negativen Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus – von Materialien zu Dekonstruktion – minimiert werden. Das Projekt strebt an, die Luft zu reinigen und die Umgebung zu kühlen.

Rainer Kant, Projektleiter Wald, Biodiversität & Nachhaltige Ressourcennutzung bei B. A. U. M. e. V. in Hamburg berichtete über Regeneratives Wirtschaften - Ressourcenschöpfung am Beispiel der Natur. Er stellte die wirtschaftlichen Prinzipien des Menschen wie Selbstbezogenheit, Ertrag, Dominanz, Wettbewerb, Knappheit, Größe, Wachstumszwang und Externalisierung den wirtschaftlichen Prinzipien der Natur wie substanzielle Nutzenstiftung,

Partnerschaft, Kooperation und Symbiose, Überfluss, Kleinteiligkeit und Vielfalt, Mehrwertstiftung, Teilhabe und Befähigung sowie Ressourcenschöpfung gegenüber.

Die Veranstaltung endete mit einem World Cafe auf der Dachterrasse der Founders Foundation.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen