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11.07.2024

BioEconomy Cluster: Jahreskonferenz in Leipzig abgehalten

Die zwölfte Ausgabe der BioEconomy Conference fand am 4. Juni 2024 in den Räumlichkeiten des Deutschen Biomasseforschungszentrums in Leipzig statt. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen zusammen, um über für die Bioökonomie relevante Themenfelder, die ersten Großinvestitionen und auch Herausforderungen zu diskutieren. Dass die Ideenpipeline gut gefüllt ist, machten die Pitches mehrerer Start-ups und Pre-Seeds deutlich.

Es werden zwei Reagenzgläser mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gehalten.
© dobok/Adobe Stock
Es werden zwei Reagenzgläser mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gehalten.

Der mitteldeutsche Industriefachverband BioEconomy e. V. richtete seine diesjährige Fachkonferenz am 4. Juni in Leipzig aus, co-finanziert durch das Strukturwandelprojekt “House of Transfer”. Der Fokus der 12. BioEconomy Conference lag dieses Jahr auf Akteurinnen und Akteuren der Bioökonomie aus Mitteldeutschland. Dr. Joachim Schulze, Vorstandsvorsitzender des BioEconomy e. V. mit Sitz in Leuna, und der wissenschaftliche Geschäftsführer des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ), Prof. Michael Nelles, hießen die knapp 100 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik willkommen.

Michael Kellner, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), betonte im ersten Themenblock die Relevanz der Bioökonomie im Rahmen der nationalen Industriestrategie des BMWK. Er ermutigte die Teilnehmenden zum Austausch mit der Politik. Dr. Kathrin Rübberdt beendet den ersten Block mit einem Plädoyer zum Potenzial bei der Nutzung biogener Nebenprodukte und Abfallstoffe mit Hilfe von anwendungsorientierten Technologien.

Der zweite Themenblock befasste sich mit aktuellen Berichten von Großprojekten aus der regionalen Bioökonomie. Darunter eine Anlage die eine weltweit einzigartige Bioraffiniere zur Erzeugung von Biochemikalien auf Buchenholzbasis anfertigt und in Kürze in Leuna den Betrieb beginnt. Auch vorgestellt wurde eine Anlage zur Herstellung von biobasiertem Ethylacetat in Elsteraue, welche 2025 die Produktion aufnehmen soll. Außerdem wurde das bereits eröffnete Lignin Center in Rosenthal, zur Herstellung von Kraftlignin aus Nadelholz, präsentiert.

Der Tag wurde mit Pitches mehrerer von Start-ups und Pre-Seeds weitergeführt, die ihre neuen Ideen in der Bioökonomie präsentierten. Als Publikumsliebling erwies sich das Start-up YcoLabs aus der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen, das mit einem Award ausgezeichnet wurde.

Die Finanzierung der Bioökonomie war das Thema des dritten Blocks. Vorgestellt wurden die Themen Venture Capital, Bankdarlehen und Projektfinanzierung, passende Finanzierungsmix-Modelle von Banken und die Entwicklung der Fachkräftesituation.

Zum Schluss wurde präsentiert, wie Florida-Eis Manufaktur es geschafft hat, die Speiseeisherstellung von der Lieferung bis hin zur Produktion, CO2-frei zu gestalten.

Nächstes Jahr findet die 13. BioEconomy Conference im internationalen Rahmen vom 17. bis 19. Juni 2025 in Halle/Saale statt.

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