Meldung
04.07.2019
BioCon Valley: Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2019
Die „Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft” hat sich zum traditionellen Treffen der Szene entwickelt. Organisiert wurde die Veranstaltung im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der BioCon Valley® GmbH in Rostock-Warnemünde. In diesem Jahr kamen fast 900 Fachleute, Interessenvertreter, Politiker und weitere Interessierte aus dem In- und Ausland zusammen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte zur Eröffnung am 12. Juni 2019, es sei richtig, sich auf der Branchenkonferenz mit dem Thema „Ökonomisierung der Gesundheit”, das viele Aspekte habe, zu beschäftigen. Diese Ökonomisierung, verbunden mit der Frage nach den Kosten einer Behandlung, werde von vielen Menschen mit Sorge gesehen. Ihre Haltung hierzu sei klar: „Nicht Umsatz und Gewinn, sondern die Patienten und die Fachkräfte müssen im Mittelpunkt stehen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein. Dafür gilt es, gute Lösungen zu finden.”
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: Patienten und Fachkräfte müssen im Mittelpunkt stehen
© Staatskanzlei
Vom 12. bis 13. Juni 2019 wurden verschiedene Fragen und Probleme, wie die Ökonomisierung der Gesundheit, diskutiert. In vier Themenblöcken und mit Impulsen aus insgesamt 93 Redebeiträgen ging es um das Verständnis und letzlich die Zukunft der Gesundheit, um neue Finanzierungsmodelle, digitale Technologien und künstliche Intelligenz sowie um sektorenübergreifende Versorgung, Personal- und Kompetenzprofile. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hielt ein Grußwort. Partnerland 2019 war Norwegen.
Neben der Ökonomisierung der Gesundheit wurde auch über das Scheitern als Schlüssel zum Erfolg gesprochen. Trailrunning- und Skitourenläuferin Angelika Allmann berichtete über Strategien des Erfolgs, zu denen auch das Scheitern gehört. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte zur Eröffnung am 12. Juni, es sei richtig, sich auf der Branchenkonferenz mit dem Thema „Ökonomisierung der Gesundheit”, das viele Aspekte habe, zu beschäftigen. Diese Ökonomisierung, verbunden mit der Frage nach den Kosten einer Behandlung, werde von vielen Menschen mit Sorge gesehen. Ihre Haltung hierzu sei klar: „Nicht Umsatz und Gewinn, sondern die Patienten und die Fachkräfte müssen im Mittelpunkt stehen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein. Dafür gilt es, gute Lösungen zu finden.”
Gesundheitsbranche trägt im Land zur Wirtschaftskraft bei
Gleichzeitig biete die Ökonomisierung viele Chancen. Die Gesundheitsbranche trage im Land maßgeblich zur Wirtschaftskraft bei: „Mecklenburg-Vorpommern ist deutschlandweit Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in diesem Bereich. 154.000 Menschen arbeiten in der Pflege, in Krankenhäusern und Praxen, in der Medizintechnik oder der Biotechnologie. Mit 15 Prozent an Bruttowertschöpfung ist die Branche ein starker Impulsgeber und Jobmotor in Mecklenburg-Vorpommern.”
Gesundheitswesen und Gesundheitswirtschaft – öffentliche Daseinsvorsorge mit Kliniken und Ärzten sowie Jobs in Medizintechnik und im Gesundheitstourismus – sollten nicht als Gegensatz gesehen werden, beides lasse sich gut miteinander vereinbaren, so die Ministerpräsidentin. Dies berge Wachstumspotenzial für die Wirtschaft und Chancen für das Land – auch in Zukunft.
Partnerland Norwegen
Einen Einblick in die Gesundheitswirtschaft des Partnerlandes Norwegen gab unter anderem Kathrine Myhre aus Oslo. Gesundheitsunternehmer aus Norwegen waren vor Ort und präsentierten sich auch in der begleitenden Fachausstellung. In der neuen „Aktivitetshjørne” (Aktivitätsecke) konnten sich Interessierte zur Blut- und Stammzellspende informieren sowie ihre Kenntnisse im Bereich der Wiederbelebungsmaßnahmen auffrischen. Mit dem Olympiasieger im Bahnradrennen, Stefan Nimke, wurde beim E-Biken und „Ostseejoggen” für ausreichend Bewegung und Entspannung gesorgt.
S.E. Petter Ølberg, Botschafter des Königreiches Norwegen in Deutschland, hochkarätige Referenten und Vertreter norwegischer Unternehmen und Technologie-Cluster wurden herzlich zur Konferenz begrüßt. Sowohl Deutschland als auch Norwegen müssen die gleichen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wie z. B. den demographischen Wandel oder den Fachkräftemangel meistern. Daher bietet eine solche Veranstaltung sehr gute Möglichkeiten, um sich mit Fachleuten beider Länder austauschen zu können und die jeweils entwickelten Lösungen zu präsentieren.
In den 15 Jahren ihres Bestehens hat sich die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft zu einem einflussreichen Forum des Gesundheitssektors entwickelt. Einen Überblick über die wichtigsten Themen und Ergebnisse der zurückliegenden 15 Jahre sind auf der Konferenz-Webseite zusammengefasst.
Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2020
Im nächsten Jahr wird die Branchenkonferenz am 6. und 7. Mai 2020 stattfinden.