Meldung
15.04.2019
Silicon Saxony: Sachsens Hightechnetzwerk organisierte erfolgreich die 19. apcm-Konferenz in Österreich
Vom 8. bis 10. April 2019 fand die 19. Ausgabe der „European Advanced Process Control and Manufacturing-Conference”, kurz apc|m, in Villach, Österreich statt. Das Cluster Silicon Saxony und mehr als 160 Teilnehmende aus 13 Nationen kamen zusammen, um in den Bereichen Halbleiter, Photovoltaik, LED oder MEMS die neuesten Entwicklungen zu verfolgen.
Otto Graf (Bosch Dresden) während seiner Eröffnungs-Keynote zur apc|m 2019
© Silicon Saxony
Die drei Konferenztage waren gefüllt mit mehreren, zum Teil parallel laufenden Fachsessions. Namhafte Referenten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen sowie eine abwechslungsreiche Ausstellung sorgten an den drei Veranstaltungstagen zudem für einen intensiven Austausch der anwesenden Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer und regten durchgehend zum Netzwerken an. Mit Infineon Austria, INFICON und MKS Instruments konnten auch in diesem Jahr wieder namhafte Unternehmen als Konferenzpartner und Hauptsponsoren gewonnen werden.
Drei Tage voller Keynotes, Fachsessions, Ausstellungen und Diskussionsrunden warteten auf die mehr als 160 angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein Tutorial führte noch vor Beginn des eigentlichen apc|m-Programms in die umfangreichen Möglichkeiten dieser europaweit einzigartigen Veranstaltung ein. Ein sogenannter Plasmaworkshop vermittelte zunächst Verständnis für Plasmaprozesse und deren Überwachung in einer Produktionsumgebung. Experten aus der Industrie und von Plasmasensorik-Lieferanten teilten ihr Know-how über den Einsatz und die Verarbeitung von Simulationen und Plasmasensoren in der Produktionsumgebung und beantworteten Fragen der Teilnehmenden.
Digitalisierung, Big Data und Digitaler Zwilling
Eine Keynote von Otto Graf, Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Dresden zum Thema „Intelligent Fab – beyond I4.0” eröffnete schließlich die drei Konferenztage. Der anschließende sogenannte „Invited Talk” mit Rainer Hohenhoff von der BMW Group gewährte sogleich hochinteressante Blicke über den Tellerrand der Halbleiterbranche in den Bereich Automotive.
Die darauffolgenden, parallel laufenden Fachsessions gaben die Schlagzahl der Veranstaltung vor. In halbstündigen Präsentationen stellten Vertreter von Forschungsinstitute, Unternehmen sowie Universitäten neueste Entwicklungen, Produktionsansätze, Technologien und Optimierungspotenziale über die ganze Bandbreite der Halbleiterbranche vor. Neben klassischen Prozessthemen spielen natürlich auch Digitalisierungsprozesse eine große Rolle – hier vor allem die kontextbezogene Interpretation von „Big Data”. Außerdem ist die Zuverlässigkeit sehr wichtig, Ursache ist hier die entsprechende Kundenforderung, v. a. aus dem Bereich Automotive.
Insbesondere auch das Schlagwort „Digital Twin” war in einigen Beiträgen und Diskussionen öfters zu hören. Wie der Name schon verrät: Der digitale Zwilling ist das virtuelle Abbild eines realen Prozesses, Dienstes oder Produktes. Mit dem Verfahren können Unternehmen nahezu alles „virtualisieren”. In den Vorträgen konnte man lernen wie der digitale Zwilling Prozesse in der Produktentwicklung optimiert, mehr Effizienz im Betrieb von Anlagen schafft und die Koordination von Zielkonflikten in komplexen Systemen erleichtert.
Insgesamt 34 Fachvorträge bildeten so die Grundlage für den weiteren Austausch an den Konferenztagen. Mit zwölf Ausstellern und 25 Posterbeiträgen bot zudem die durchgehend geöffnete Konferenzausstellung Raum, sich noch intensiver zu informieren und zu vernetzen. Abseits der Arbeit und Weiterbildung fanden sich natürlich auch in diesem Jahr Zeit und Raum das Gastland Österreich und dessen Bundesland Kärnten näher kennenzulernen. So begeisterte die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer u. a. ein Ausflug an den wunderschönen Wörthersee mit anschließendem Konferenzdinner auf dem idyllisch gelegenen Gut Drasing.