Meldung
10.05.2018

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek besucht OWL-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe Industrie

Wie verarbeiten wir die Daten unserer Maschinen, um die Produktivität und Effizienz zu steigern? Wie entwickeln wir neue Services und Geschäftsmodelle? Über diese Fragen diskutierte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek mit den Geschäftsführern der Weltmarktführer Beckhoff, Lenze, Phoenix Contact, WAGO und Weidmüller auf der Hannover Messe Industrie. „Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Spitzencluster it's OWL ist dafür der richtige Ansatz und ein Erfolgsbeispiel”, lobte die Ministerin. Bei aller Technologie müsse allerdings der Mensch im Mittelpunkt bleiben. Günter Korder, Geschäftsführer der it's OWL Clustermanagement GmbH: „Im Gespräch mit der Ministerin haben wir künstliche Intelligenz als ein wichtiges Thema identifiziert, an dem Unternehmen und Forschung bei it’s OWL zukünftig stärker arbeiten wollen. Wir haben mit dem Bundesforschungsministerium einen guten Partner für den Mittelstand in OWL.”

Bundesministerin und Aussteller von it's OWL auf der HMI
Bundesministerin Anja Karliczek besuchte den OWL-Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe Industrie. Günter Korder (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement), Frank Maier (Vorstand Lenze SE), Jörg Timmermann (Vorstandssprecher Weidmüller Gruppe), Hans Beckhoff (Geschäftsführender Gesellschafter Beckhoff Automation), Herbert Weber (Geschäftsführer OWL), Hans-Dieter Tenhaef (Vorstand OWL Maschinenbau) und Roland Bent (Geschäftsführer Phoenix Contact) stellten ihr die Aktivitäten von it's OWL vor (v.l.)
© Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek besucht OWL-Gemeinschaftsstand auf der  Hannover Messe

Bei Assembly Solutions überzeugte sich die Ministerin von den konkreten Ansätzen aus dem Spitzencluster, um die Beschäftigten zu unterstützen. Das Detmolder Unternehmen entwickelt individuelle Assistenzsysteme für die Fertigung, Montage und Logistik im Mittelstand. Über eine Projektion werden dem Werker Informationen zu einzelnen Verrichtungen auf die Arbeitsfläche, auf Arbeitsobjekte und auf Greifbehälter übermittelt. So lassen sich Anlernzeiten reduzieren und Montagefehler vermeiden. Geschäftsführer Alexander Unrau: „Wir konnten die Ministerin überzeugen, dass unsere Assistenzsysteme dem Menschen dienen. Es geht darum, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und den Beschäftigten bei schwierigen Aufgaben zu unterstützen. Das war ihr ein wichtiges Anliegen.“

Auch Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem NRW-Wirtschaftsministerium überzeugte sich bei seinem Standrundgang von den Innovationen der Unternehmen aus OWL. „Die enger werdende Kooperation mit der Digitalwirtschaft steigert die Wettbewerbsfähigkeit der klassischen Industrie, zum Beispiel durch vernetzte Produktion und digitalisierte Fertigungsprozesse. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich auch die größte Industriemesse der Welt mit diesem Thema befasst. Die 451 Aussteller aus Nordrhein-Westfalen zeigen eindrucksvoll, dass sie als innovative Vorreiter der integrierten Industrie ihren weltweiten Kunden viel zu bieten haben“, sagte Dammermann. Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand präsentieren sieben Start-ups ihre Konzepte. Das Spektrum reicht vom Einsatz von Drohnen über additive Fertigung und cloudbasiertes Einkaufsmanagement bis zu künstlicher Intelligenz. Das ClipHut Holz-Stecksystem beispielsweise ist eine Start-up-Idee für Minimal-Wohnraum. Die ClipHut-App gibt Benutzern die Möglichkeit individuelle Häuser zu entwerfen und im Anschluss Produktionsdateien, lokale Herstellerinformationen, Kosten sowie Aufbauanleitungen zugesendet zu bekommen. Das Stecksystem kann ohne weitere Befestigungsmittel schnell wieder ab- und aufgebaut und sogar erweitert werden.

Michael Ziesemer, Präsident des Zentralverbands der Elektro- und Elektronikindustrie sieht it's OWL als Vorreiter. „it's OWL liefert konkrete Lösungen für den Mittelstand. Neue Technologien werden erfolgreich eingesetzt, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Maschinenbau dabei zu unterstützen, neue Serviceangebote zu entwickeln. Der OWL Gemeinschaftsstand ist voll mit praxisnahen Lösungen.“

Herbert Weber, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH zieht ein positives Fazit: „Das Interesse von Experten und Multiplikatoren aus Deutschland und der ganzen Welt an unseren Lösungen und Forschungsansätzen ist groß. Schon am ersten Messetag hatten wir mehrere internationale Delegationen zu Gast, beispielsweise aus China, Singapur, Algerien und den Niederlanden. Der Auftritt in Hannover ist eine exzellente Visitenkarte für die Hightechregion OstWestfalenLippe.“

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