Meldung
08.09.2016

Silicon Saxony: ITK-Branchenverbände empfehlen die Aufnahme „digitale Bildung” in das neue sächsische Schulgesetz

Silicon Saxony und Bitkom unterstützen die Forderung des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig, Programmieren im Sinne einer zweiten Fremdsprache in den Schulalltag einzubinden, damit Sachsen weiterhin ein deutschlandweit anerkanntes Zentrum der Digitalwirtschaft bleibt. Die Grundlage dafür sollen hervorragend ausgebildete Fachkräfte bilden.

Snapchat und Instagram-Spielereien reichen nicht aus, damit unsere heutige Jugend die digitalen Lebens- und Arbeitswelten von Morgen erfolgreich denken und gestalten kann”, erklärt Prof. Dr. Frank Schönefeld, Vorstand im Silicon Saxony e. V. „Für diese Aufgabe sind Fähigkeiten und Kompetenzen notwendig, mit deren Vermittlung wir frühzeitig beginnen müssen. Dazu ist es notwendig, auch unser Schulsystem neu denken.”

Dirk Röhrborn, Mitglied des Bitkom-Präsidiums und Landessprecher in Sachsen, ergänzt: „Digitale Bildung braucht ein integriertes Gesamtkonzept aus Pflichtfach Informatik und fächerübergreifender Anwendung, Aus- und Weiterbildung für Lehrer, zeitgemäßer Hardwareausstattung für Schüler und Lehrer bis hin zur Anbindung aller Schulen an das Breitband-Internet. Vor dem Hintergrund der umfassenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft handelt es sich dabei um unerlässliche Investitionen in unsere Zukunft.”

Bereits 2015 veröffentlichte Bitkom zusammen mit Silicon Saxony, dem Cluster IT-Mitteldeutschland, der Gesellschaft für Informatik und dem IT-Bündnis Chemnitz das Positionspapier „Perspektiven für die Informatik-Bildung im Zeitalter der Digitalisierung” für den Freistaat Sachsen. In diesem werden fünf Schwerpunkte genannt und daraus zehn Handlungsfelder definiert. Die fünf Schwerpunkte sind:

  • Schulfach Informatik
  • Medieneinsatz und Medienbildung
  • Lehreraus- und Weiterbildung
  • Breitbandausbau und IT-Infrastruktur
  • Berufsorientierung

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