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12.08.2016

EffizienzCluster LogistikRuhr: Irland zeigt großes Interesse an Industrie 4.0-Kooperationen

Die Expertise des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML – insbesondere im Hinblick auf die Einführung von Industrie 4.0-Technologien – stand im Mittelpunkt einer Delegationsreise nach Irland. Führende irische Forschungseinrichtungen bekundeten beim Besuch des dreiköpfigen Teams mit Andreas Nettsträter, Carina Neveling und Desiree Bullock aus der Abteilung „Strategische Initiativen” ihr Interesse, entsprechende Forschungsprojekte im Bereich Logistik und Produktion künftig gemeinsam mit dem Dortmunder Institut bzw. im EffizienzCluster LogistikRuhr voranzutreiben.

„Die vierte industrielle Revolution hat auch die Unternehmen in Irland ergriffen”, so Andreas Nettsträter. „Der Bedarf an Industrie 4.0-Technologien und -Anwendungen in der Logistik, wie wir sie am Fraunhofer IML und im EffizienzCluster erforschen, ist daher immens.”

Auf dem Programm der Delegation standen Besuche des Irish Manufacturing Research Centre (IRM) in Dublin sowie von Einrichtungen der Dublin City University (DCU) und des University College Dublin (UCD). Zudem hatten Vertreter des IRM Kontakte zu mittelständischen produzierenden Unternehmen wie TEG und Trend Technologies in Mullingar, Co. Westmeath, vermittelt. Bei den Besichtigungen der Betriebe stellten die Dortmunder unter anderem das Projekt „Bin:Go” des Fraunhofer IML vor – eine rollende Drohne zum innerbetrieblichen Transport von kleinen, leichtgewichtigen Gütern.

Auch die Aktivitäten des Spitzenclusters EffizienzCluster LogistikRuhr stießen bei den Unternehmen auf großes Interesse. Beim Insight Centre for Data Analytics des UCD, einer der größten Forschungsorganisationen zum Thema in Europa, nutzten die Delegationsmitglieder insbesondere die Gelegenheit, auf die Initiative Industrial Data Space der Fraunhofer-Gesellschaft und den neuen gleichnamigen Anwenderverein hinzuweisen, dessen Geschäftsstelle am Fraunhofer IML sitzt. In der Industrial Data Space Association entwickeln namhafte Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Handel sichere, vertrauenswürdige Lösungen für die Digitalisierung und den damit einhergehenden rasanten Wandel von industriellen Produktions- und Geschäftsprozessen.

Erste Pläne für die Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer IML und irischen Partnern wurden im Rahmen der Reise bereits entwickelt: „Wir sind hochmotiviert, in der nächsten Runde des europäischen Forschungsprogramms Horizon2020 einen gemeinsamen Projektantrag zu stellen”, zieht die Dortmunder Delegation eine positive Bilanz ihres Besuchs. „Darüber hinaus sollen weitere Kooperationen auf operativer Ebene aufgebaut werden: Unser europäisches Netzwerk wächst damit weiter!”

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