Meldung
28.07.2016

TechnologyMountains: Förderung für Innovations- und Forschungs-Centrum in Tuttlingen

Für das Innovations- und Forschungs-Centrum IFC am Campus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen, Clustermitglied des TechnologyMountains e. V., schießen Land und EU 6,37 Millionen Euro zu. Bis Frühjahr 2018 wird auf dem früheren Katharinenheim-Areal das vierstöckige Gebäude des IFC errichtet, das Labore, Büros und Präsentationsräume beherbergen wird. Auch TechnologyMountains wird Räume im IFC beziehen.

Je 2,1 Millionen kommen außerdem von Stadt und Landkreis Tuttlingen. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum am Freitag, den 22. Juli im Ratssaal. Nutzer der Räume im IFC werden sowohl Professoren und Wissenschaftler der Hochschule Furtwangen (HFU) sein als auch Unternehmen, die dort in direkter Anbindung an die Hochschule forschen können. Vor allem an Start-ups ist dabei gedacht. Außerdem soll am IFC Weiterbildung betrieben werden. Aus diesen Gründen werden auch die Cluster-Initiativen TechnologyMountains und MedicalMountains Räume im IFC beziehen.

Oberbürgermeister Michael Beck sprach von einem schönen Ereignis für Tuttlingen. Der Hochschulcampus in Tuttlingen habe sich nach seiner Einweihung im Herbst 2009 gut am Markt etabliert: „Mit dem IFC bekommen wir ein weiteres Segment, das eine stärkere Ausrichtung in den Landkreis hat”, betonte Beck. Dass ein Förderrahmen im Laufe des Bewilligungsprozesses erhöht worden sei, habe er bisher noch nicht erlebt. Für Landrat Stefan Bär bedeutet das IFC eine Stärkung der Hochschule in Tuttlingen. „Das Vorhaben wird in den Landkreis und in der Region ausstrahlen. Ich bin davon überzeugt, dass es eine runde Sache wird”, zeigte auch Bär sich überzeugt. So würden am IFC Dinge passieren, die die Region weiterbringen würden.

Friedlinde Gurr-Hirsch sprach von einem „starken Projekt”. 4,55 Millionen Euro kämen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), 1,82 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Die Gelder fließen, da das IFC im Rahmen des Wettbewerbs RegioWIN als Leuchtturmprojekt ausgewählt worden ist: „Das ist die höchste Summe, die für ein Regio-WIN-Projekt bisher bewilligt worden ist”, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. WIN steht dabei für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Nachhaltigkeit.

„Die Forschung im ländlichen Raum soll damit verstärkt werden”, sagte die Staatssekretärin. So würde neues Wissen entstehen, das in die Unternehmen, die neue Forschungsfelder entwickeln möchten, hineingetragen werden könnte. „Innovation braucht Raum für Talente, damit auch Patente entstehen können”, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass die Mittel gut eingesetzt seien, zumal Tuttlingen mit seiner Medizintechnik gut aufgestellt sei: „Das ist ein hervorragendes Geschäftsfeld, in dem es sicherlich noch mehr zu forschen gibt”, meinte die Staatssekretärin.

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