Meldung
15.06.2016
microTEC Südwest: Mitglieder für Industrie 4.0 Lösungen ausgezeichnet
In der letzten Runde des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg” wurden die PMDM GmbH (Villingen-Schwenningen), die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung (Villingen Schwenningen), das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA (Stuttgart), das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik IPM (Freiburg) und das KIT Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme IFL (Karlsruhe) ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg” nach innovativen und „anfassbaren” Lösungen für die Digitalisierung der Wertschöpfung in der Industrie. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0.
Hahn-Schickard entwickelt im Forschungsprojekt „ESIMA” energieautarke Sensorsysteme, die kabellos und somit flexibel an Produktionsanlagen angebracht werden können und relevante Produktionsparameter wie Temperatur, Luftfeuchte und CO2-Gehalt erfassen. Die Auszeichnung motiviert uns, auch zukünftig mit unseren Kunden und speziell den Unternehmen in Baden-Württemberg den digitalen Wandel, verbunden mit der Informationsvernetzung in Deutschland, weiter mitzugestalten”, kommentiert Bereichsleiter Dieter Mintenbeck die Auszeichnung.
Ebenfalls um energieautarke Steuerung geht es beim Smart Valve der PMDM GmbH. Das ist ein elektronisches Heizkörperventil, das den benötigten Strom selbst produziert und bereits in Serie ist. Keine Batterie, keine Stromverbindung, es nutzt die Wärmedifferenz zwischen Heizkörper und Raum, um elektrische Energie mittels eines thermoelektrischen Generators (TEG) zu generieren. Das Ventil ist völlig wartungsfrei, gesteuert wird das Smart Valve über einen zentralen Controller.
Das Fraunhofer IPM entwickelte mit seinen Partnern im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „Track-4-Quality” ein neuartiges Track & Trace-Verfahren zur eindeutigen Identifizierung von Bauteilen und Halbzeugen aus Industrie und Forschung für Massenbauteile.
Die Identifikation der Bauteile geschieht dabei Markerfrei nur allein anhand ihrer Oberflächenstruktur. Das Verfahren nutzt ein schnelles kamerabasiertes Sensorsystem, das die Mikrostruktur hochaufgelöst mit einem CMOS-Bildsensor aufzeichnet und daraus nach einem speziellen Algorithmus einen Code generiert – die „Signatur” des hergestellten Teiles.
Im Forschungsprojekt KARIS PRO arbeitet das KIT IFL an der Entwicklung eines flexiblen, autonomen Versorgungssystems in der Produktion. Grundprinzip ist der Einsatz redundanter, baugleicher Einzelelemente, welche selbständig navigieren und Ladungsträger transportieren. Darüber hinaus soll das System die Notwendigkeit der Anpassung aufgrund von Änderungen im Produktionssystem erkennen, Alternativen simulieren und sich selbst umbauen. KARIS PRO kann dadurch komplexe Aufgaben meistern und gleichzeitig einfach und intuitiv vom Menschen verstanden und bedient werden.
Das Fraunhofer IPA wurde für die Virtual Fort Knox (VFK) Plattform ausgezeichnet. VFK ist eine föderative Cloud-IT-Plattform für die Bereitstellung von fertigungsnahen IT-Services für das produzierende Gewerbe. Die Plattform ermöglicht durch hochautomatisierte Integrationsfunktionen die schnelle, kostengünstige und risikoarme Bereitstellung von sicheren, agilen und kundenspezifischen IT-Lösungen.