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08.02.2016

Oldenburger Energiecluster OLEC: Konferenz zur Ressourceneffizienz in Unternehmen

Der Oldenburger Energiecluster e. V. (OLEC) veranstaltete am 3. Februar 2016 die Konferenz „Ressourceneffizienz in der Praxis – Ansätze für eine intelligente Wirtschaft”, die dem cluster- und branchenübergreifenden Austausch über den effizienten Umgang mit Ressourcen in Betrieben diente. Dabei wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt sowie Chancen und Herausforderungen in diesem Themengebiet diskutiert.

Mit der Tagung leistete OLEC einen Beitrag zur Kommunikation und zum Wissenstransfer in der Ressourcen- und Energieeffizienz.

„Ich freue mich, dass verschiedene Netzwerke und Institutionen diese für die Metropolregion sehr wichtigen Themen aufgreifen. Schließlich sind die Ressourcen endlich”, sagte Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, zum Auftakt. Deutlich wurde auf der Veranstaltung, dass es an Informationen und an der Kommunikation hapert. „Im verarbeitenden Gewerbe entfallen 43 Prozent aller Kosten auf den Materialeinsatz und nur zwei Prozent auf den Energieverbrauch. Gerade die meisten klein- und mittelständischen Betriebe kennen aber ihre Kostenstruktur nicht und stellen europaweit zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Darum brauchen wir einen effizienteren Umgang mit den Rohstoffen”, machte Dr. Daniel de Graaf vom Umweltbundesamt deutlich.

Gemeinschaftsprojekte wie PInA zeigen auf, dass Unternehmen gerade auch im Verbund mit Kommunen große Potenziale heben können. In diesem Projekt geht es darum, anfallende Industrieabwärme im Landkreis Osnabrück durch den Aufbau von Nahwärmenetzen zu nutzen. Positive Beispiele für den klugen Umgang mit Material und Energie gibt es aus einzelnen Unternehmen reichlich. So hat die Hella Fahrzeugkomponenten GmbH in ein eigenes Blockheizkraftwerk investiert, das sich nach 3,4 Jahren amortisiert und fast rund um die Uhr läuft.

Dass sich energieeffiziente Technologien schnell rechnen, zeigt auch eine Auswertung des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Behörde hatte Innovationsgutscheine für Rohstoff- und Materialeffizienz vergeben und das Programm ausgewertet. Danach hatten sich 50 Prozent der Maßnahmen bereits innerhalb eines Jahr bezahlt gemacht und 33 Prozent der Unternehmen konnten ihren Gewinn steigern. „Es gibt sehr viele Förderprogramme, die aber kaum genutzt werden oder bekannt sind”, sagte Thorben Vahlenkamp von der Niedersächsischen Klimaschutz- und Energieagentur KEAN.

Und dafür gibt es Gründe: In den Workshops stellte sich schnell heraus, dass sich Unternehmen eine kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Energieberatern wünschen. Gerade im Bereich der Ressourcen- und Materialeffizienz ist das ein wichtiger Punkt, weil die internen Zahlen aufgrund des Wettbewerbs nicht nach außen kommuniziert werden. Beim Thema Recycling vermissten die Experten nicht nur kluge Vermarktungsstrategien, sondern auch mehr Transparenz darüber, welche Recyclingquoten Produkte oder Teile davon erreichen. Im Bereich der Energieeffizienz wurden der Zeitmangel von Geschäftsführern sowie Misstrauen als zwei Hemmnisse identifiziert.

Klar war daher auch, dass die Veranstaltung nur der Auftakt für einen Austausch zur Ressourceneffizienz im Nordwesten war. Vereinbart wurde, dass die Hemmnisse, aber auch die positiven Beispiele intensiver betrachtet werden, um mit den Unternehmen in einen konstruktiven Dialog über Maßnahmen und Fördermöglichkeiten zu treten.

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