Meldung
14.01.2016

EffizienzCluster LogistikRuhr: Leitbild für „gute Industriearbeit”

Der EffizienzCluster LogistikRuhr hat das Forschungsprojekt „Social Manufacturing and Logistics” (SoMaLI) als assoziiertes Projekt aufgenommen. Die Forscher von SoMaLI entwickeln vor dem Hintergrund der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung von Produktion und Logistik ein Leitbild für „gute Industriearbeit”.

In den vergangenen Jahren stand das Thema Industrie 4.0 als technologische Vision vor allem im Zeichen der Entwicklung industrieller Anwendungsperspektiven. Inzwischen ist auch die damit einhergehende Veränderung der Arbeitswelt Gegenstand der Forschung. „Mit der Assoziierung von SoMaLI stellen wir einmal mehr sicher, dass wir in allen Fragen von Industrie 4.0 an aktuellen Entwicklungen teilhaben”, so Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH. „Von diesem Wissen profitieren auch unsere Clusterpartner.” Gleichzeitig erweitert der EffizienzCluster mit SoMaLI sein Experten- und Kontaktnetzwerk.

Wie sich Arbeit in der digitalisierten Welt von Industrie 4.0 entwickeln wird, ist derzeit noch offen. Sowohl optimistische Szenarien, die Arbeitsplatzgewinne und eine generelle Aufwertung von Tätigkeiten und Qualifikationen prognostizieren, als auch pessimistische Szenarien mit Arbeitsplatzverlusten und Dequalifizierungsgefahren stehen einander gegenüber. „Wir begreifen Industrie 4.0 als sozio-technisches System: Dabei geht es nicht um die Frage `entweder Mensch oder Technik´, sondern um eine sowohl auf Mitarbeiter als auch Technologie abgestimmte Gestaltung zukünftiger Produktions- und Logistiksysteme. Solche grundlegenden Fragen können nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Soziologie und Ingenieurwissenschaften beantwortet werden”, so SoMaLI-Projektleiter Johannes Dregger vom Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen FLW der Technischen Universität Dortmund. Ein erstes Resümee des Projekts macht deutlich, dass gemeinsame Anstrengungen der Akteure in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erforderlich sein werden, um die positiven Szenarien einer künftigen industriellen Arbeitswelt Realität werden zu lassen.

Das interdisziplinäre Projekt an der Technischen Hochschule Dortmund startete im Mai 2015 und läuft über 14 Monate. Beteiligt sind das Forschungsgebiet Industrie- und Arbeitsforschung FIA sowie der Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen FLW. SoMaLI wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi gefördert.

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