Meldung
09.12.2015
„go-cluster” in Zahlen und Fakten: Clustermanagement-Organisationen kümmern sich zunehmend um die Aus- und Weiterbildung in ihren Branchen
Den Zeitungen und Online-Magazinen ist es fast tagtäglich zu entnehmen: es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland. Immer schneller werdende Innovationszyklen, konvergierende Industrien und neue Forschungsfelder führen regelmäßig zu einem hohen Bedarf an qualifiziertem Personal. Es entstehen ständig neue Anforderungen an die Arbeitskräfte, die diesen in kurzer Zeit gerecht werden müssen. Clustermanagement-Organisationen können an dieser Stelle als fachspezifische Personalentwickler auftreten.
In Bezug auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften bilden Clustermanagement-Organisationen die Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage - also zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft. In dieser einzigartigen Position können Clustermanager in ihrem Innovationscluster schnell sehen, an welcher Stelle Fachpersonal fehlt und dementsprechend für Abhilfe sorgen.
Viele Clustermanagement-Organisationen im Programm „go-cluster” haben diese Herausforderung erkannt und bieten passgenaue Services zur Aus- und Weiterbildung für ihre Mitglieder an. Diese Personalentwicklungsservices lassen sich grob in drei Kategorien aufteilen: 1.) die Unterstützung des Aufbaus von Ausbildungsprogrammen und Studiengängen, 2.) die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften für Clusterakteure und 3.) das Angebot spezieller Trainingskurse für Clusterakteure.
Bereits die Hälfte aller Clustermanagement-Organisationen im Programm „go-cluster” bietet in den oben genannten Kategorien umfassende Maßnahmen an. Das bedeutet zum Beispiel, dass in jenen Clustern, in denen Personalentwicklung bei den Akteuren hohe Priorität hat, jährlich im Durchschnitt 7 unterstützende Initiativen zum Aufbau von Ausbildungsprogrammen und Studiengängen starten. Für die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften werden jährlich durchschnittlich 22 Services je Cluster angeboten. Spezielle Trainingskurse zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften werden im Durschnitt 9 Mal im Jahr je Cluster an den Mann und an die Frau gebracht.
Die meisten Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften bieten Clustermanagement-Organisationen aus den Branchen Kreativwirtschaft, Gesundheit und Innovations- und Kommunikationstechnologien an. Hier bieten die Spitzenreiter im Jahr bis zu 20 unterstützende Initiativen für Ausbildungsprogramme und Studiengänge an. Zur Rekrutierung von Fachkräften werden teilweise über 60 Maßnahmen angeboten. Dazu zählen insbesondere webbasierte, speziell auf die Branche ausgerichtete Jobtools und eine sehr rege und aktive Teilnahme an Jobmessen. Beim Angebot von speziellen Kursen für Clusterakteure können bis zu 25 Maßnahmen pro Jahr und Cluster gezählt werden. Viele Kurse entstehen in Zusammenarbeit mit den IHK und HWK. Als besonders effektiv wurde die Weiterbildung von Unternehmen für Unternehmen innerhalb eines Clusters in einer Art Akademie erachtet. Des Weiteren wird der frühzeitige Kontakt zu Studierenden als besonders wichtig erachtet.
Im Übrigen konnte festgestellt werden, dass, je ausgeprägter die Personalentwicklung in den Clustermanagement-Organisationen selbst ist, desto vielfältiger und reichhaltiger sind die Personalentwicklungsmaßnahmen für die Clusterakteure.
Die Arbeit von Clustermanagement-Organisationen kann also als ein wertvoller Beitrag zum Aufspüren von qualifiziertem Personal und zu dessen passgenauer Aus- und Weiterbildung bezeichnet werden.
Die dargestellten Werte beruhen auf Auswertungen von 95 Benchmarkings der Clustermanagement-Organisationen im Programm „go-cluster” nach den Kriterien der European Cluster Excellence Initiative (ECEI), die in den Jahren 2014 und 2015 durchgeführt wurden.