Meldung
08.10.2015

Kunststoff-Institut Lüdenscheid: Zuschlag für das internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekt CAP (Development of Coatings And Particels)

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid hat den Zuschlag für das internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekt CAP (Development of Coatings And Particels) erhalten. Innerhalb des Projekts sollen neuartige Werkstoffe für erhöhte Anforderungen im korrosiven und abrasiven Umfeld sowie für biozide Anwendungen entwickelt werden.

Durch die Erzeugung von neuartigen Beschichtungen und/oder Nanopartikeln aus einem Niedertemperatur-CVD Prozess (CVD = Chemical-Vapour-Deposition) sollen bestehende Werkstoffe mit funktionellen Oberflächen oder geänderten Bauteileigenschaften realisiert werden. Zur Darstellung geeigneter Schicht- oder Partikelwerkstoffe sollen kostengünstige und gesundheitlich unbedenkliche metallorganische Vorläufer (Precursoren) eingesetzt werden.

Das ist eine Herausforderung: Denn dahinter steckt einen High-End-Materialentwicklung für Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung, die höchste Qualität verlangt. Vorteil auf der anderen Seite der Medaille: Diese Materialien ermöglichen mit einer ordentlichen Portion technologischer Intelligenz auch eine erhöhte Effizienz in der Produktion. Im Focus der Entwicklung stehen neuartige Funktionalitäten wie beispielsweise Mediendichtigkeit, antibakterielle Wirkungen, Verschleißschutz, Korrosionsschutz oder thermische Barrierewirkungen, die aufgrund von Eigenschaftsänderung im nano skaligen Bereich bestehender Werkstoffe oder durch Kombination von unterschiedlichen Materialklassen zu einem neuen Werkstoff ermöglicht werden. Diese Anforderungen verlangen ein Zusammenwirken verschiedener Kompetenzen im Bereich der Materialkunde, Beschichtungstechnologie, Anwendungstechnik und Oberflächenanalytik.

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