Meldung
11.08.2015

CCeV: Automotive Forum 2015

In der Motorworld Stuttgart fand das fünfte Automotive Forum des Carbon Composites e. V. (CCeV) statt, bei dem die branchen- und clusterübergreifende Zusammenarbeit im Vordergrund stand. Kooperationen mit Unternehmen wie BMW sind für den CCeV im Kontext der „Industrie 4.0” zukunftsweisend.

Der Kongresstag war dicht gefüllt mit Referaten und einer angeregten Diskussion zwischen den Themenblöcken. Dr. Thomas Wolff, Leiter der Technologieentwicklung CFK bei der BMW-Group, schilderte die Erfahrungen des Hauses nach den ersten zwei Produktionsjahren der i-Fahrzeuge. Er erläuterte unter anderem den Weg, den BMW geht, um weitere Materialvarianten für den Leichtbau seiner Fahrzeuge zu erschließen. Auf diesem Zukunftskurs nutzt der Autobauer die Expertise des Carbon Composites e. V. als Kompetenznetzwerk: Sowohl in der Aus- und Weiterbildung als auch über die technischen Arbeitsgruppen und die Spezialistenprojekte des Spitzenclusters MAI Carbon ergeben sich Synergien, die BMW zum eigenen und zum Vorteil des Netzwerks nutzt.

Nicht nur Unternehmen und Netzwerke profitieren voneinander, sondern auch Branchen: Professor Peter Middendorf, Direktor des CCeV-Mitglieds IFB (Institut für Flugzeugbau) der Uni Stuttgart und Professor Heinz Voggenreiter, Direktor des DLR-Instituts für Werkstoffforschung, ebenfalls ein Mitglied des Carbon Composites-Netzwerks, präsentierten „Prämissen zum Leichtbaunutzen”, den der Automobilbau von der Luft- und Raumfahrt ziehen kann. In verschiedenen Projekten arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft daran, die einzelnen Produktionsschritte der beiden Branchen zu analysieren und einander anzunähern.

Extrem befördert werden diese Aktivitäten durch die Digitalisierung der Industriesektoren. In seinem Vortrag über die „vierte industrielle Revolution” vertrat Professor Thomas Bauernhansl die These, dass die zunehmende Durchdringung des Lebens durch das Internet der Menschen, Dinge und Dienste auch an der Schwelle der Fabriken nicht Halt machen wird: „Alles wird smart und verändert die Industriesektoren”, so Professor Bauernhansl. Daraus ergeben sich für die Produktionsprozesse diverse Herausforderungen, die letztlich auf eine maximale Mobilität hinauslaufen: „Alle Objekte in der Fabrik werden weitestgehend mobil”, lautet hier die These des Fachmanns.

Diese praktische Herangehensweise an die Zukunft ist es, die der CCeV mit seinen Aktivitäten und auch mit dem Automotive Forum befördern will: CCeV-Vorstandsvorsitzender Professor Hubert Jäger war deshalb überaus zufrieden mit dem Gehalt der Veranstaltung. Er freute sich besonders darüber, dass sowohl die OEMs als auch ihre Zulieferer Nutzen aus dem Automotive Forum ziehen können.

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