Meldung
07.07.2015

Oldenburger Energiecluster OLEC: Studie zur Energieregion Weser-Ems

Der Oldenburger Energiecluster OLEC e. V. hat mit der Stadt Oldenburg eine Potenzialstudie zur Energieregion Weser-Ems publiziert. Diese zeigt, dass die Energiewirtschaft einer der Jobmotoren in der Region ist. Besonders der Ausbau erneuerbarer Energien hat für einen deutlichen Schub gesorgt.

Nach der ersten Auflage aus dem Jahr 2012 wurde die detaillierte Studie noch einmal überarbeitet und erweitert. Sie umfasst jetzt auch den Landkreis sowie die Stadt Osnabrück und bildet damit den ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems komplett ab. Dessen energiewirtschaftlichen Stärken sind dabei breit gefächert.

Einerseits ist die Region eine der wichtigsten deutschen und europäischen Drehscheiben für die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle. Über die Seehäfen werden im bundesweiten Maßstab jeweils ein Drittel der Kohle und ein Viertel des Öls umgeschlagen. Gleichzeitig ist Weser-Ems aufgrund der vorhandenen Kavernen ein wichtiger Speicher für Öl und Gas. Hierzulande lagern nicht nur zwischen zehn und 35 Prozent der Energiereserven. Die Region ist aufgrund der Speichermöglichkeiten auch ein wichtiger Knotenpunkt in den niederländischen und norwegischen Erdgaspipelines.

Andererseits ist Weser-Ems eine der bedeutendsten Regionen für die Branche der erneuerbaren Energien. Hier liefern über 68.000 Anlagen 7,4 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms. Diese Technologien kommen auf eine installierte Nennleistung von 6600 Mega-watt und liegen deutlich über den konventionellen Kraftwerken, die auf eine Kapazität von 5600 Megawatt haben. Das spiegelt sich auch in den Arbeitsplätzen wieder. Von den 35.000 Beschäftigten arbeiten alleine 12.000 Menschen bei regenerativen Anlagenbauern oder deren Zulieferern. „Die Region hat bisher erheblich von den erneuerbaren Energien profitiert, was sich auch in der Wertschöpfung wiederspiegelt. Erfreulich ist, dass der Nordwesten mit einer Stimme spricht und die Akteure sehr eng miteinander kooperieren”, sagt Ulrich Scheele, Mitautor der Studie und Gesellschafter der ARSU GmbH.

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