Meldung
23.10.2014

VDC Fellbach: Virtuelle Textilien – überzeugend echt und in der Anwendung ein Kinderspiel

Laut den Fachexperten aus dem VDC-Netzwerk die am 22. Oktober an der Hochschule in Reutlingen zum Thema „Virtual Textiles” referierten, sind virtuelle Techniken, 3D-Simulation und 3D-Visualisierung nicht mehr aus der Industrie und dem Marketing im textilen Umfeld wegzudenken. Die Methoden werden bereits branchenübergreifend eingesetzt und stetig weiterentwickelt.

Der Einsatz virtueller Techniken ist in der Automobil- und Maschinenbauindustrie bereits sehr verbreitet und weit erforscht. Im textilen Umfeld ist der Zuspruch für diese Technologie noch recht verhalten. Häufig schrecken die mit der Einführung einer solchen Technologie verbundenen Kosten die Unternehmen ab. Dementgegen setzen nun Firmen wie Lightshape, Wurzel Medien oder 3DXcite (ehemals RTT) ihr Wissen und zeigten im Rahmen des Technologieforums „Virtual Textiles”, dass viele kleine Schritte zum großen Erfolg führen.

Daniel Classen, Geschäftsführer von Lightshape aus Leinfelden-Echterdingen, zeigte am praktischen Beispiel der Firma Groz-Beckert die Einführung von mehreren Animationen der verschiedenen Stichtypen. Diese wurden für unternehmensinterne Zwecke produziert und dienen der Veranschaulichung des komplexen Nähvorgangs.

„The efficiency of Virtual Textiles” präsentierte Tobias Kenner, aus der Geschäftsleitung von Wurzel Medien, sehr anschaulich anhand unterschiedlicher Beispiele aus der Textilbranche. In seinem Vortrag wies er ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit und den Austausch mit Einrichtungen aus der Forschung und Lehre sowie der Industrie hin, um langfristig eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der virtuellen Textilien sicherzustellen.

Sascha Lanninger, Global Senior Vice President Lifestyle bei 3DXcite, veranschaulichte anhand von namenhaften Kunden aus der Textil- und Automobilbranche, wie vielfältig der Einsatz von virtuellen Techniken sein kann. Er führte eine ganze Reihe an Vorteilen auf, die für den Einsatz von „High-end 3D-Visualisierung” als Schlüssel für die Sicherung einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit im Markt stehen. „3D-Daten können von frühen Design- und Entwicklungsstadien bis hin zur Kreation von Marketing- und Vertriebstools für verschiedene Distributionskanäle durchgängig genutzt werden – im Groß- und Einzelhandel, Katalogversand, E-Commerce oder für mobile Applikationen” so Lanninger.

Das einstimmige Fazit der Veranstaltungsteilnehmer und Referenten war ganz klar: 3D-Visualisierungstechnologien sind längst zu unverzichtbaren Bestandteilen der Kernprozesse in der Textilbranche geworden – von spezialisierten Lösungen bis hin zu unternehmensweiten Anwendungen.

Die Veranstaltergemeinschaft, bestehend aus dem Virtual Dimension Center Fellbach, dem Cluster Technische Textilien Neckar-Alb, Südwesttextil und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, kündigte bereits einen Folgetermin im kommenden Jahr an.

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