Meldung
01.10.2020

Hamburger Cluster kooperieren branchenübergreifend: Gemeinsamer Jahresbericht 2019 ist erschienen

Übergabe per Drohne an Senator Westhagemann

Der neue Jahresbericht der Hamburger Cluster ist im September 2020 erschienen. In einem Rück- und Ausblick zeigt er die Entwicklung und Perspektiven von Hamburg Aviation, Logistik-Initiative Hamburg, Life Science Nord, Gesundheitswirtschaft Hamburg, Maritimes Cluster Norddeutschland, nextMedia.Hamburg, Hamburg Kreativ Gesellschaft und Erneuerbare Energien Hamburg. Wirtschafts- und Innovationssenator Michael Westhagemann hat den via Drohne des Hamburger Start-ups Beagle Systems ausgelieferten Jahresbericht entgegengenommen.

Hamburger Cluster kooperieren branchenübergreifend: Gemeinsamer Jahresbericht 2019 ist erschienen
Senator Westhagemann nimmt den Jahresbericht entgegen.
© Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Wirtschaft und Innovation
Hamburger Cluster kooperieren branchenübergreifend: Gemeinsamer Jahresbericht 2019 ist erschienen

Anschließend hat sich Westhagemann mit den Managerinnen und Managern der acht Cluster und den befreundeten Netzwerken Hamburg@Work, foodactive, Finanzplatz Hamburg und Hamburg Cruise Net ausgetauscht.

„Clusterpolitik ist moderne Wirtschaftspolitik“

Senator Westhagemann: „Clusterpolitik ist moderne Wirtschaftspolitik. Gerade jetzt zeigt sich, wie sinnvoll es ist, Kompetenzen zu bündeln, eng zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen und Innovationen voranzutreiben. Für mich von besonderer Bedeutung: Wenn der Austausch über den Tellerrand hinaus, also branchenübergreifend, stattfindet und dabei sinnvolle Ideen wie die Online-Plattform für die Vermittlung von Fachkräften hervorbringt. Die Branchen Luftfahrt, maritime Wirtschaft, Logistik, Life Science, Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft, Medien und IT sowie erneuerbare Energien spielen an unserem Wirtschaftsstandort eine wesentliche Rolle. Mit den Clustern bündeln wir die Kompetenzen in diesen Schlüsselfeldern, sie sind Vernetzer, Branchen- und Themenkenner sowie Innovationstreiber.“

Die vergangenen Monate belegten eindrucksvoll, dass sich die Clusterstrukturen und die übergreifende Zusammenarbeit gerade in schwierigen Zeiten bewähren: Das Potenzial der Kooperation ist noch deutlicher geworden. So haben die Cluster z. B. beim Bezug dringend benötigter Materialien – Produktion von Masken oder von Desinfektionsspendern – maßgeblich geholfen, branchenübergreifend freie Kapazitäten vermittelt, die oben genannte Plattform zur Personalpartnerschaft für einen temporären Personaltausch angeregt und neue, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote für ihre Mitglieder ins Leben gerufen.

Jan Quast, Geschäftsführer der Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH: „Der starke Zusammenhalt zwischen den Clustern hat es während der Hochzeit der Corona-Pandemie ermöglicht, schnell und unkompliziert konkrete und clusterübergreifende Angebote für Unternehmen zu realisieren. Für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen leisten die Clusteragenturen einen wichtigen Beitrag und denken mit neuen Cross-Cluster-Aktivitäten bereits an die Zukunft."

Co-Learning Space mit Fokus auf Erschließung neuer Themenfelder und Akteure

Im Juni 2020 ist das 2016 gestartete Gemeinschaftsprojekt Co-Learning Space unter dem Namen „Co-Learning Space für Hamburger Cluster – Kollektive Erschließung neuer Felder und Akteure“ in die nächste Phase gegangen. Der Fokus liegt nun auf der Erschließung neuer Themenfelder und Akteure, um den Wissens- und Technologietransfer in Hamburg voranzutreiben. Nachdem im bisherigen Projektverlauf vornehmlich übergreifende Clustermanagementthemen behandelt wurden, kommt nun die Perspektive auf technologieinspirierte Zukunftsfelder hinzu, etwa Drohnen und Wasserstoff. Das Projekt wird erneut vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert und an der Helmut-Schmidt-Universität durchgeführt.

Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Life Science Nord Management GmbH: „Der Co-Learning-Space war schon vor der Corona-Pandemie wichtig und gut etabliert und hat die Zusammenarbeit des Hamburger Clustermanagements deutlich gestärkt. Von dieser branchenübergreifenden Kooperation profitieren auch alle Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Clustern, da so neue Räume für Austausch und Innovation entstehen.“ Details zum Co-Learning Space

Hamburg ist Modellregion für Urban Air Mobility

Die Übergabe des neuen Jahresberichtes mit einer Drohne symbolisiert ein vielversprechendes Cross-Cluster-Thema. Sie steht aber auch für Hamburgs Innovationskraft, denn Hamburg ist Modellregion für Urban Air Mobility. Damit zeigen die Hamburger Cluster und Netzwerke, dass Innovation gerade jetzt ein wichtiger Faktor ist, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.