Meldung
01.11.2024

„go-cluster“-Kampagne: Clustermanagements stellen sich vor ...

In der „go-cluster“-Kampagne sprechen Mitarbeitende aus Clustermanagements über sich und die Mitgliedschaft im Programm „go-cluster“ des BMWK. In diesem Monat stellt sich Prof. Christoph Runde vom Virtual Dimension Center (VDC) w. V. vor.

Das Bild zeigt Christoph Runde vom Virtual Dimension Center (VDC) w. V.
Christoph Runde vom Virtual Dimension Center (VDC) w. V.
© Virtual Dimension Center (VDC) w. V.; Christoph Runde
Clustermanagements stellen sich vor: Christoph Runde vom Virtual Dimension Center (VDC) w. V.

Name: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Christoph Runde
Funktion:
Geschäftsführer
Cluster:
Virtual Dimension Center (VDC) w. V.
Branche:
Informationstechnik, genauer eXtended Reality (XR) & Metaverse
Im Cluster seit:
2007

eXtended Reality und das Metaverse werden Orte signifikanter Wertschöpfung sein - wir helfen Unternehmen bei der Erschließung.

1. Was hat Sie bewogen, Clustermanager zu werden? Welchen Bezug haben Sie zur Branche Ihres Clusters?

Ich war zuvor am VDC-Mitglied Fraunhofer IPA der Kontaktpunkt für das VDC und habe von dort aus die Arbeit des VDC beobachtet. Die Idee, sich in Wertschöpfungsketten in einem interessanten, innovativen Technologiefeld zu vernetzen, fand ich gut und sinnvoll. Für das VDC habe ich großen Potenzial gesehen; die Arbeit des Clustermanagements damals fand ich nicht überzeugend und hatte den Eindruck, dies können man besser machen. Also habe ich mich nach der Doktorarbeit am VDC beworben, nachdem der erste VDC-Geschäftsführer seine Position geräumt hat.

Ich selbst bin seit den 1990er Jahren mit dem Thema Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in Berührung. Am Fraunhofer IPA haben wir damals Anwendungen in der Fabrikplanung, im Industrial Engineering, in der Robotik erforscht. Am VDC wurde der Scope viel breiter, da Anwendungsfelder in Bauwesen, Gesundheit, Handel, Produktentwicklung etc. hinzukamen. Dafür ging es natürlich nicht mehr so stark in die fachliche Tiefe.

2. Welche Mehrwerte schaffen Sie für Ihre Mitglieder?

Als Geschäftsführer verantworte ich die Gesamtorganisation, Finanzen, Strategie und Personal.

Ich denke, die durch alle Clusterinitiativen angebotenen Mehrwerte wie Transfer, Networking, Öffentlichkeitsarbeit etc. brauche ich an dieser Stelle nicht wiederkäuen. Am VDC haben wir mittlerweile ein starkes Standbein in der Bearbeitung öffentlich geförderter Verbundvorhaben. Will man neben den Cluster-typischen Angeboten Projektmanagement, Technologietransfer und Anforderungserhebung auch interessante inhaltlichen Themen in Verbundforschungsvorhaben einbringen, so stellt sich folgende Frage: was kann man als Clusterinitiative aus der Reihe anbieten, was nicht im Wettbewerb zu den Angeboten der eigenen Mitglieder steht? Wir haben hier zwei Themenfelder entwickelt: wir haben erstens ein Messlabor aufgebaut, mit dem sich XR-Komponenten prüfen lassen, etwa optische Eigenschaften von VR-Headsets. Zweitens haben wir die weltweit größte Bibliothek und ein frei einsehbares Register für XR- und Metaverse-relevante Normen aufgebaut. Beides sind Angebote, die weder Unternehmen noch Forschungseinrichtungen machen. Zu uns als Clusterinitiative passen diese Angebote hervorragend. Schließlich organisieren wir einmal jährlich Deutschlands größte Ausstellungsmesse mit Kongress im Kontext XR, die XR EXPO. Auch hier bieten wir unseren Mitgliedern exklusive Mehrwerte.

3. Welche Angebote und Service aus „go-cluster“ helfen Ihnen besonders bei der Weiterentwicklung des Clusters?

Am wichtigsten sind für uns die spezifischen Weiterbildungsmöglichkeiten des Programms go-cluster. Das Anforderungsprofil für die Mitarbeitenden im Clustermanagement, egal ob als Projektleiter, im Marketing, in der Veranstaltungsorganisation sind teils besonders im Vergleich zur Wirtschaft oder Forschung. Da ist es gut, speziell zugeschnittene Fortbildungsmöglichkeiten zu erhalten. Nicht zu unterschätzen ist natürlich der Austausch mit anderen Cluster-Managements, auch und insbesondere um zu Lernen. Das hat mir vor allem in der Anfangszeit am VDC sehr geholfen. Heute gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung gerne weiter.

4. Was sind Ihre Highlights aus der Zusammenarbeit mit dem Programm „go-cluster“?

Highlights waren für mich die Evaluierungen und die daraus abgeleiteten Empfehlungen aus den Labeling-Prozessen für das European Cluster Management Excellence Label. Wir waren hier von Anfang an dabei, haben zuletzt viermal Gold geholt. Neben der Resonanz der Mitglieder und dem wirtschaftlichen Erfolg ist der Labeling-Prozess der einzige Weg, wirklich detailliertes und profundes Feedback berufener Experten zur Qualität der eigenen Clusterarbeit zu erhalten. Danach haben wir uns strategisch aufgestellt, was bis heute hervorragend funktioniert.