Hamburg Aviation: Rückblick auf „Verteidigungsprojekte für KMU“
Hamburg Aviation hat am 24. Februar 2026 erstmals eine Veranstaltung zum Thema Defence durchgeführt. Exakt vier Jahre zuvor, am 24. Februar 2022, begann mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine eine sicherheitspolitische Zäsur, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind – politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Unter dem Titel „Verteidigungsprojekte für KMU: Wege, Regeln, Erfahrungen“ brachte Hamburg Aviation nun Unternehmen, Expertinnen und Experten zusammen, um Orientierung zu geben, Wissen zu bündeln und Erfahrungen offen zu teilen.
In vier Impulsvorträgen lieferten erfahrene Akteure praxisnahe Einblicke, rechtliche Einordnungen und persönliche Erfahrungsberichte. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, Unsicherheiten abzubauen und einen realistischen Blick auf Chancen und Herausforderungen zu ermöglichen.
Dass der Termin der Veranstaltung auf den Jahrestag des Angriffs fiel, war Zufall.
Dass sich für viele Unternehmen seit jenem Tag Rahmenbedingungen, Märkte und strategische Prioritäten grundlegend verändert haben, war im Workshop jedoch deutlich zu spüren. Für manche ist das Thema neu, für andere eine Erweiterung bestehender Aktivitäten – für alle aber ist es mit Verantwortung und sorgfältiger Abwägung verbunden.
Stefan Ullmann, Oberstleutnant i. G. an der Führungsakademie der Bundeswehr, gab einen strukturierten Überblick darüber, wie die Bundeswehr ihre Bedarfe ermittelt und wie Vergabeverfahren aufgebaut sind. Er erläuterte Entscheidungswege, Zuständigkeiten und aktuelle Reformen. Besonders relevant für die Teilnehmenden: konkrete Hinweise, wie Unternehmen ihre Innovationen den richtigen Ansprechpartnern präsentieren können. Zugleich betonte er, dass die Bundeswehr ihre Verfahren in den vergangenen Jahren deutlich verschlankt und beschleunigt hat – ein Signal für mehr Zugänglichkeit und Dialogbereitschaft.
In der Workshop-Phase waren vor allem die Teilnehmenden gefragt. Unter der Leitung von Alexandra Morgenroth wurden systematisch Bedarfe, Fragen und Erwartungen gesammelt:
- Welche Unterstützung benötigen Unternehmen konkret?
- Wo bestehen Informationslücken?
- Welche Formate sind sinnvoll – Fachworkshops, vertrauliche Austauschformate, gezielte Vernetzungsangebote?
Die rege und konstruktive Beteiligung zeigte deutlich, wie groß der Bedarf an Orientierung, Austausch und vertrauensvollem Dialog ist. Die Ergebnisse liefern Hamburg Aviation nun eine belastbare Grundlage, um passgenaue Unterstützungsangebote zu entwickeln und den Wissenstransfer im Cluster weiter zu stärken.