Meldung
10.02.2026

Zukunftscluster MCube: Rückblick auf Veranstaltung „Parken next level“

Im Mittelpunkt der MCube-Veranstaltungsreihe „Zukunft der Mobilität“ stand Ende Januar 2026 das Thema Parken. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis diskutierten, wie wir Parken neu denken können. Die zentrale Frage war: „Wem geben wir Raum – Menschen oder Autos?“ Das Zukunftscluster MCube beschäftigt sich unter anderem in seinem Projekt MOSAIQ mit Parkraum.

Finger dreht Würfel mit "Aus-Rückblick" darauf
© Fokussiert/Adobe Stock
aus_rueckblick grüner Hintergrund

Moderator Marco Eisenack von der Munich Innovation Crew leitete den Abend mit den Worten ein: „Es gibt in Nachbarschaften wenige Themen, die so viel Zwietracht erzeugen können“. Doch warum stockt die Parkraumwende, während der Druck auf den Straßen wächst?

Parkende Autos belegen in München über 17 Prozent der Stadtfläche – etwa viermal so viel wie die Theresienwiese. Dabei könnten private Stellplätze gemeinschaftlich genutzt werden und so Raum schaffen für Menschen.

Welche Rolle rechtliche Rahmenbedingungen spielen, erläuterte Rechtsanwältin Wiebke Hederich von der Initiative Parkraumwende München. Sie kritisierte die ineffiziente Nutzung bestehender Stellflächen etwa von Büros, Behörden, Hotels oder in privaten Parkhäusern, die nur wenig genutzt werden. Hederich warnte davor, das in München viel diskutierte Gehwegparken zu legalisieren: Die Mindestbreite von 2,50 Metern sei wichtig für die Barrierefreiheit von Kinderwagen, Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern sowie von Kindern und älteren Menschen. Problematisch seien auch rechtliche Rahmenbedingungen, die Gewerbe und Neubauten dazu verpflichten, Parkraum zu bauen – selbst in zentraler Lage, wo Parkplätze häufig leer stehen.

Die MCube Speaker Series „Parken next level“ zeigte eindrucksvoll, dass Parken ein zentraler Hebel für die Transformation unserer Städte ist. Ob durch bessere Datengrundlagen, effiziente Regulierung oder technische Lösungen: Die Ansätze sind da. Politischer Wille und Mut werden entscheidend sein, um öffentlichen Raum effizienter zu verteilen und Städte lebenswerter zu gestalten.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen