ThWIC: Klimakrise ist Gesellschaftskrise
Professor Stephan Lorenz aus dem Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC) gehört zu den Erstunterzeichnern des „Augsburger Aufrufs für eine Stärkung der gesellschaftswissenschaftlichen Klimaforschung“. Während umfassende naturwissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise längst vorliegen, werden die Gesellschaftswissenschaften bei der Analyse von Ursachen und Konsequenzen der Klimakrise eher vergessen. Gleichzeitig ist der Klimawandel vor allem eine Krise des gesellschaftlichen Wandels.
Der Augsburger Aufruf plädiert für eine starke gesellschaftswissenschaftliche Klimaforschung. Er geht zurück auf die Fachtagung „Umsetzungskrise in Klimaschutz und -anpassung sowie mögliche Auswege“, die vom 17. bis 19. Februar 2025 als Kooperation des Deutschen Klima-Konsortiums mit dem Zentrum für Klimaresilienz der Universität Augsburg stattfand. Der Aufruf ist Ende März veröffentlicht worden.
Zentrales Anliegen der Fachtagung war es, die Rolle der Gesellschaftswissenschaften in der Analyse der Ursachen und Konsequenzen des Klimawandels herauszustellen und die gesellschaftswissenschaftliche Community zu vernetzen. Die Probleme des Klimawandels stehen paradigmatisch für die Vielzahl von Umweltproblemen und deren ökologische Vernetzungen.
Nicht zuletzt Wasserversorgung und Gewässerschutz gehören zu den heutigen Herausforderungen, die viel stärker als gesellschaftliche Transformationsherausforderungen begriffen werden müssen.