nanodiag BW: Black Forest Nanopore Meeting 2023 mit positiver Bilanz
Das Black Forest Nanopore Meeting des Zukunftsclusters nanodiag BW lockte bei seiner Premiere Anfang November 2023 knapp 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ingenieurinnen und Ingenieure aus aller Welt nach Freiburg. Die Nanoporentechnologie zählt zu den aufkeimenden Schlüsseltechnologien, da sie insbesondere in der epigenetischen Forschung schneller und zuverlässiger Veränderungen in Proteinen nachweisen kann.
Das Black Forest Nanopore Meeting (BFNM) 2023 konzentrierte sich inhaltlich auf die Weiterentwicklung der Einzelmolekül-Sequenzierung, die Analyse epigenetischer Modifikationen und deren nahtlosen Integration in diagnostische Workflows für personalisierte und präzise Medizin.
Präsentiert wurden bemerkenswerte Fortschritte in der Forschung sowie im Technologietransfer. Die Konferenz ermöglichte somit einen frühzeitigen Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen, die für eine erfolgreiche Überführung dieser Ansätze in die klinische Praxis erforderlich sind.
In rund 40 Fachvorträgen und mehr als 70 wissenschaftlichen Postern wurden die aktuellen Ergebnisse aus der ganzen Welt unter dem Dach des Friedrichsbaus in der Freiburger Innenstadt zusammengeführt und ergänzt durch ein eindrucksvolles Industrieforum, das den Stand der kommerziellen Aktivitäten auf diesem Gebiet widerspiegelte.
„Die Beiträge auf dem Treffen zeigten stetige und manchmal erstaunliche Fortschritte in all den Disziplinen und Unterdisziplinen, die auf dem Feld der Nanoporenforschung zusammenkommen und es zu einer so vielfältigen – und, offen gesagt, unterhaltsamen – Erfahrung machen, daran teilzunehmen“, resümiert Prof. Dr. Jan C. Behrends, Sprecher von Nanoporentechnologie für die molekulare Diagnostik der Zukunft (nanodiag BW).
„Es war besonders beeindruckend zu sehen, was mit maschinellem Lernen/AI inzwischen möglich ist, nicht nur für Signalverarbeitung und Data Mining, sondern auch für die Signalvorhersage und das Design und die Optimierung von porenbildenden Proteinen. Die Kombination dieser neuen Möglichkeiten mit neuer Hardware und den genialen Assays, die wir gesehen haben, die sowohl biologische als auch Festkörperporen verwenden, wird uns unserem gemeinsamen Ziel der Nanoporen-Proteomik ein großes Stück näherbringen.“