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16.06.2021

ECPE – Cluster Leistungselektronik: Rückblick auf den Cluster-Treff zum Thema „Kostbare Daten“

In der Online-Veranstaltung „Kostbare Daten – Wie KI-Methoden Unternehmen helfen, ihren Datenschatz zu nutzen“ am 10. Juni 2021 präsentierten mehrere Unternehmen verschiedene praxisorientierte Anwendungsmöglichkeiten von Wissensmanagement, das durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt wird. Der Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V. organisierte den Cluster-Treff in Kooperation mit der Bayern Innovativ GmbH.

Das Bild zeigt die Ankündigung der Veranstaltung.
© Cluster Leistungselektronik im ECPE e. V.
ECPE – Cluster Leistungselektronik: Rückblick auf den Cluster-Treff zum Thema „Kostbare Daten“

Den Auftakt machte Herr Mahr, Senior Vice President Global Engineering der Zollner Elektronik AG, mit der Präsentation: „Digitalisierung bei Zollner – KI im Rahmen der Unternehmensstrategie“. Es war beeindruckend zu erfahren, wie das gesamte Unternehmen bei der Umsetzung mit einbezogen wurde und wird.

Digitalisierung ist entscheidend für die Transformation des Geschäftsmodells

„Die Digitalisierung ist der entscheidende Baustein in der Transformation des Geschäftsmodells.“, sagte Mahr. KI-Methoden könnten die Mitarbeitenden in ihrer Arbeit nur dann unterstützen, wenn sie von ihnen akzeptiert würden.

Das TI.KI-Institut führt verschiedene Projekte bei Zollner durch, zum Beispiel die Prognose der Bestückzeiten von Leiterplatten, die später für die Kalkulation der Herstellkosten und die Angabe von Lieferzeiten genutzt werden könnte. Dazu mussten Maschinendaten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und analysiert werden. Da Zollner bereits seit vielen Jahren Maschinendaten elektronisch abspeichert, lagen für dieses Projekt bereits sechs Milliarden Datensätze zur Auswertung vor.

Decision Augmentation: „Welche Entscheidungen wollen wir treffen?“

Zwei weitere Dienstleister stellten andere Aspekte für den Einsatz von KI-Methoden vor. Die Firma Vencortex betonte, das wahre Potenzial für KI stecke in „Decision Augmentation“. Statt der üblichen Herangehensweise „Welche Daten haben wir?“, um Bekanntes zu automatisieren, solle die Frage vielmehr lauten: „Welche Entscheidungen wollen wir treffen?“, um Unbekanntes zu lösen und einen hohen Mehrwert zu schaffen.

Cross-Industry-Innovation

Dass KI-Methoden auch zur gezielten Recherche von Text-Datenbanken genutzt werden können, zeigte die Firma Numberland mit einem Beispiel zu Cross-Industry-Innovation. Es sollte nach Methoden gesucht werden, um die Viskosität einer Flüssigkeit trotz bestehender Randbedingungen zu reduzieren. Die Analyse von öffentlich zugänglichen Datenbanken, wie Patent- Datenbanken, ergab eine Reihe von bereits veröffentlichten, möglichen Lösungsansätzen.

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