Meldung
19.04.2021

BioLAGO: BMWi fördert Projekt DIGInostik für zwei weitere Jahre

Bessere Diagnostik durch Künstliche Intelligenz?

Das von BioLAGO koordinierte bundesweite Netzwerk „DIGInostik“ zur Entwicklung innovativer Diagnostik mithilfe IT und Künstlicher Intelligenz wird für weitere zwei Jahre im ZIM-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Im Projekt arbeiten Unternehmen, Forschung sowie Labore und Kliniken gemeinsam an neuen Diagnoseverfahren.

BioLAGO: BMWi fördert Projekt DIGInostik für zwei weitere Jahre
© PeopleImages/istock.com
BioLAGO: BMWi fördert Projekt DIGInostik für zwei weitere Jahre

Im Netzwerk „DIGInostik – digitale Diagnostik für eine individuelle Therapie“ werden neue Lösungen für eine patient:innennahe, rasche Diagnostik und damit bessere Gesundheitsversorgung entwickelt. Dabei geht es beispielsweise um Schnellnachweise für Diabetes, digital unterstützte Krebsdiagnostik und -therapie sowie automatisierte Probenverarbeitung und Auswertung medizinischer Messdaten.

Vom klinischen Bedarf zum Lösungskonzept: BioLAGO als Knotenpunkt

Als Projektkoordinator fädelt BioLAGO Kooperationen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte ein und unterstützt die Einwerbung von Fördermitteln für deren Umsetzung. Die Unternehmen und Forscher profitieren dabei insbesondere von der Unterstützung durch BioLAGO bei der Partnersuche, der Koordination von Arbeitsgruppen sowie bei Marktrecherchen. Dabei bringen die Partner nicht nur Ideen ein, sondern finanzieren das Netzwerk darüber hinaus mit. Neue Mitglieder sind auch weiterhin willkommen.

Nach dem erfolgreichen Netzwerkaufbau und der Konzeption erster innovativer Diagnostiklösungen im vergangenen Jahr hat der Bund die Förderung um zwei weitere Jahre verlängert.

„Die Covid-19-Pandemie zeigt den dringenden Bedarf an besserer Diagnostik, beispielsweise für Infektionskrankheiten und Selbsttests für Zuhause. Hier setzen wir an.“, so Michael Statnik, Projektmanager für Diagnostik beim BioLAGO e. V.

Von Konstanz bis Berlin – Netzwerk mit 20 Partnern aus vier Bundesländern

Inzwischen sind über 20 Partner aus Industrie, Forschung, Klinik und Labor mit an Bord. Eine zentrale Rolle spielen dabei Anwender:innen aus der Medizin, deren Fragestellungen und Bedürfnisse erfasst werden. Dazu zählen Labore und (universitäre) Kliniken, u. a. in Konstanz, Tübingen, Villingen-Schwenningen, Ulm und Freiburg. Im Projekt arbeiten mittlerweile Partner aus vier Bundesländern gemeinsam an neuen Diagnostikverfahren und deren Anwendung.

Sechs Projekte mit acht Mio. Euro Gesamtumfang eingereicht

Trotz erschwerter Bedingungen durch die Pandemiesituation hat ein erfolgreicher Austausch zwischen den Netzwerkpartnern stattgefunden. Aus den zwölf Arbeitsgruppen wurden bereits sechs Projektvorschläge in verschiedenen Programmen des Bundes eingereicht mit einem Gesamtvolumen von rund acht Millionen Euro. „Die zweijährige Förderung gibt uns eine längerfristige Planungssicherheit. Damit können wir uns noch mehr auf die Anbahnung und Umsetzung der Projekte konzentrieren“, erklärte BioLAGO-Vorstandsmitglied Dr. Michael Steinwand.