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14.01.2020

Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Netzwerk auf der CES 2020

Vom 7. bis 10. Januar 2020 besuchte der Silicon Saxony im Rahmen einer Delegationsreise auf Initiative der Wirtschaftsförderung Sachsen die CES in Las Vegas, USA. Ziel war neben der Erkundung einer der größten IT- bzw. Consumer-Electronics-Messen weltweit die noch engere Vernetzung in Richtung Nordamerika. „Die zunehmende Internationalisierung unseres Netzwerkes ist uns ein zentrales Anliegen. Mehr denn je gilt es, sowohl in Richtung Asien, und hier speziell nach China sowie Japan, als auch in Richtung Nordamerika, und hier vor allem in die USA, gute Kontakte zu initiieren bzw. vorhandene Kontakte zu pflegen. Auch wenn China und die USA ihre Handelsstreitigkeiten in diesen Tagen beizulegen scheinen, muss es Europa und damit auch europäischen Netzwerken – wie unserem – gelingen, unbeeinflusst vom politischen Tagesgeschäft sowohl in Asien als auch in Nordamerika agieren zu können. Dieser Herausforderung stellen wir uns“, erklärte Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Silicon Saxony e. V.

Lesley Rohrbaugh, Director of Research der Consumer Technology Association (CTA), präsentiert technische Trends zum Beobachten.
Lesley Rohrbaugh, Director of Research der Consumer Technology Association (CTA), präsentiert technische Trends zum Beobachten.
© CES
Silicon Saxony: Sachsens Hightech-Netzwerk auf der CES 2020 in Las Vegas

Zusammen mit seinen Mitgliedern Fraunhofer FEP, Fraunhofer IIS, Senorics sowie Bosch Sensortech freut sich Sachsens Hightech-Netzwerk aber auch auf die neuestens technologischen Entwicklungen, vom faltbaren Handy bis zum Flugtaxi von morgen.

4.500 Aussteller, über 170.000 Besucher aus 160 Nationen, 250 Fachsessions – und Produktneuheiten, soweit das Auge reicht. Die CES in Las Vegas ist der Inbegriff einer multinationalen und inzwischen branchenübergreifenden Elektronik-Messe. Auch wenn die CES, oder einst Consumer Electronics Show, die neuesten elektronischen Produkte für Konsumenten im Fokus hat, ist sie eine reine Fachmesse. Seit ihrer Premiere im Jahr 1967 steht die CES wie kaum eine andere internationale Handelsausstellung für innovative Produktneuheiten.

Ob erster Videorekorder (1970), erste DVD (1996), Satelliten Radio (2000), OLED TV (2008), Driverless Car Technology (2013) oder Virtual Reality (2015) – die CES war stets der Ort, das Endergebnis oft jahrelanger Vorarbeiten zu präsentieren.

So auch in diesem Jahr: Samsung zeigte seinen „Artificial Human“, eine Art künstlichen Menschen namens Neon, und den ersten komplett randlosen Fernseher mit 8K-Panel. LG stellte den ersten faltbaren OLED-TV-Bildschirm vor. Sony lockte mit seiner PlayStation 5, Hyundai mit dem ersten PAV (Personal Air Vehicle), einem fliegenden Auto. Auch deutsche Hersteller wie Mercedes und BMW nutzten die CES für ihre Weltneuheiten.

Hier wurden Konzeptfahrzeuge der Weltöffentlichkeit präsentiert, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Mobilität verändern sollen. Die wohl spannendste Ankündigung aus dem Smartphone-Segment vermeldete zuletzt OnePlus. Nicht weniger als die Zukunft des Smartphones in einer alternativen Bauform, und zwar ein faltbares Gerät, wollte man zur CES 2020 präsentieren. Kurz: Elektronik- und IT-Neuheiten, ob für Unterhaltung, Mobilität oder Industrie, stehen im Mittelpunkt der CES. Und mit ihnen ihre Innovatoren – vom Start-up bis zum Weltkonzern.

Auch wenn 2020 nur 45 der insgesamt 4.500 Aussteller aus Deutschland kamen, lohnte sich der Blick in die Messehallen der Spielerstadt Las Vegas. Unter dem Dach des „German Pavilion“ waren Unternehmen wie 3dvisionlabs, Baden-Württemberg International, Bliq, Brose Fahrzeugteile, e-mobil BW, Graphmasters, JUNG, RAPA Automotive und selbst das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vertreten.

Genau hier begann für den Silicon Saxony e. V. am 7. Januar 2020 die spannende CES-Reise mit einem Auftaktgespräch bei GTAI. Vielleicht werden in den kommenden Jahren Sachsens Mikroelektronik- und IKT-Firmen auf der CES ihre Innovationen auf eigenen Messeflächen vorstellen und damit vor internationalem Publikum für einen der weltweit spannendsten Technologiestandorte werben.

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