Meldung
25.02.2019

Food-Processing Initiative: Innovationsworkshop FoodPackLab in Hannover

Lebensmittelverarbeitung, Lebensmittelsicherheit und Verpackung

Am 29. Januar 2019 fand im Laserzentrum Hannover der erste FoodPackLab Innovationsworkshop des Food-Processing Initiative e. V. statt, bei dem aktuelle Herausforderungen und Lösungen der Lebensmittelverarbeitung und Verpackung im Fokus standen. Neben den Partnern des Projektes FoodPackLab nahmen weitere Unternehmen der Photonik-, Forschungs- und Verpackungsindustrie aus Spanien, Frankreich und Deutschland an dem Workshop teil.

Teilnehmer des 1. Innovationsworkshops
Teilnehmer des 1. Innovationsworkshops
© Food-Processing Initiative e. V.

Bandbreite der Sensoranwendungen

Sensoren, Abtastungs- und Bildgebungstechnologien für die Analyse und Kontrolle der Lebensmittelqualität, Lasersysteme zur Kennzeichnung und Messung von Lebensmitteln oder fortschrittliche Beleuchtung für höhere Ernteerträge und Indoor-Landwirtschaft waren einige der Anwendungsbeispiele, die Projektleiter Gawel Walczak, Secpho, vorstellte und damit die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Photonik-Technologien für die Herausforderungen in der Lebensmittelindustrie verdeutlichte.

Laserbasierte Messverfahren am LZH

Genauer ins Detail ging der Gastgeber, das Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH): Julian Kuklik, CFK-Valley Composites Group, LZH, präsentierte Beispiele des Kunststoffschweißens mit Laserstrahlung in verschiedenen Prozessen und Anwendungen. M.Sc. Arndt Hohnholz, Leiter der Glasgruppe, LZH, stellte innovative Lösungen im Bereich der Glasbearbeitung mit Laserstrahlung, Markierung, Formgebung und Fügen vor. Abschließend sprach Dr.-Ing. Heiko Meyer, Leiter der Gruppe Bildgebung und Messtechnik, LZH, über laserbasierte Messverfahren zur Qualitätsbewertung von Schweißnähten. Anschließend diskutierten die teilnehmenden Unternehmen CEIT (Spanien), TEKNIKER (Spanien), WAVELABS (Deutschland), ANÉOLIA (Frankreich), AIMEN (Spanien), VISIONA Control Industrial (Spanien) ihre photonischen Ansätze für die Lebensmittelindustrie. Während der B2B-Meetings nutzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, über Kooperationen bei der Lebensmittelverarbeitung, der Lebensmittelsicherheit und den Verpackungsaufgaben zu sprechen.

Interessant wurde es auch während der Laborführung im Laser Zentrum. Zum Abschluss beschäftigten sich alle intensiv mit der Frage, wie sie bei der Internationalisierung von Technologien in Drittländer zusammenarbeiten können. Anwendungsfragen können gern an den Food-Processing Initiative e. V. gerichtet werden.

Zwei weitere Workshops sind zu den Themen Echtzeit-Überwachung kritischer Parameter der Lebensmittelqualität geplant: Feststoffe oder Flüssigkeiten, Nachweis von pathogenen Bakterien und Rückständen, wie z. B. Pestiziden, Verpackungskontrolle und thermische Versiegelung, Recyclingmaterial und Recyclingpotenzial, aktive und intelligente Verpackung sowie Echtzeitmessung des Reifungsgrades bei Früchten sind in Planung.

FoodPack Lab

Das vom COSME-Programm der Europäischen Kommission finanzierte FoodPackLab-Projekt geht aus einer strategischen Partnerschaft von 5 Clustern hervor, die verschiedene Aktivitäten der Wertschöpfungskette, Branchen und Länder miteinander verbinden. Sie konzentriert sich auf die Zusammenarbeit bei der Internationalisierung und bietet den verschiedenen Interessengruppen Zeit und Raum, um an innovativen Lösungen für eine der wichtigsten Herausforderungen der heutigen Gesellschaft zu arbeiten, nämlich die Lebensmittelsicherheit.

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