Meldung
19.06.2018

Umweltcluster Bayern & Chemie-Cluster Bayern: Wie kann die Kooperation mit Start-ups gelingen?

Umweltcluster und Chemie-Cluster im Austausch mit Mitgliedern und Multiplikatoren

In dem Cross-Cluster-Projekt „Start-ups als Innovationsmotor für KMU” des Umweltclusters Bayern und des Chemie-Clusters Bayern sollen sowohl Erfahrungen und Bedarfe der Mitglieder im Bereich Start-up-Kooperation erhoben, als auch geeignete Multiplikatoren und innovative junge Unternehmen der Chemie- und Umweltbranche identifiziert werden. Ziel ist es, Kooperationen zwischen KMU und Start-ups anzustoßen.

Umweltcluster zu Besuch beim Wincubato
Das Umweltcluster zu Besuch beim Wincubator in Berlin (v.l.n.r.: Laura Jantz, Alexander Hain, Alfred Mayr).
© Umweltcluster Bayern
Chemie-Cluster Bayern & Umweltcluster Bayern: Wie kann die Kooperation mit Startups gelingen?

Durch die derzeit gute Konjunktur fehlen mittelständischen Unternehmen häufig die Kapazitäten, um an Innovationen zu arbeiten oder neue Geschäftsmodelle v. a. im Hinblick auf die Digitalisierung zu durchdenken. Auf der anderen Seite ist für die Entwicklung aufwändiger Prozess- und Anlagentechnologien oftmals kostspielige Laborausrüstung nötig oder es fehlt Gründerinnen und Gründern an Möglichkeiten zum Up-Scaling vom Labor- zum Demonstrations- oder industriellen Maßstab. Bestehende Start-up-Förderungen reichen hier oftmals nicht aus. Die Zusammenarbeit beider Akteursgruppen könnte also einen echten Mehrwert bieten, der von der gemeinsamen Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen („Co-Creation”) bis zum strategischen Investment reichen kann.

Besonders aktiv beim Thema Start-ups ist das Clustermitglied WILO SE. Seit anderthalb Jahren scant das Unternehmen systematisch Start-ups im Bereich Smart Building und Wassermanagement und fördert einen Wasser-Accelerator- und kann durch die Kooperation mit den Gründerinnen und Gründer aus aller Welt zukunftsfähige neue Geschäftsmodelle und Technologien für das eigene Unternehmen entwickeln. Alfred Mayr und Laura Jantz vom Umweltcluster tauschten sich daher mit Alexander Hain vom Wincubator in Berlin aus. Man müsse deutschen Unternehmen die Angst vor der Digitalisierung nehmen und chancenorientiert denken, anstatt stets den disruptiven Charakter zu betonen, so Hain. Da Start-ups aufgrund ihrer kürzeren Innovationszyklen beim Thema Digitalisierung weiter seien als etablierte Unternehmen, läge eine besondere Chance in der Zusammenarbeit für KMU.

Gemeinsam mit dem Chemie-Cluster Bayern und der IHK München plant das Umweltcluster am 16. Oktober 2018 eine Veranstaltung, um v. a. KMU der Umwelt- und Chemiebranche Möglichkeiten der Kooperation mit Start-ups aufzuzeigen und Erfahrungen auszutauschen. Zudem werden sich innovative junge Unternehmen vorstellen.