Oldenburger Energiecluster OLEC: Aufwind für Wasserstoffprojekte in Niedersachsen
Der Oldenburger Energiecluster OLEC e. V. hat zu Jahresbeginn den von der ehemaligen Landesinitiative Energiespeicher und -systeme initiierten Arbeitskreis Wasserstoff übernommen. Der Arbeitskreis tagte erstmalig am 13. April 2016 unter der neuen Führung, wobei der Fokus auf dem Austausch unter den Teilnehmern lag.
Rund 40 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus Niedersachsen und Bremen sind der Einladung gefolgt und haben gemeinsam verschiedene Projektideen zum Thema Wasserstoff ausgetauscht. Dabei haben die Teilnehmer bereits im Vorfeld Ideen einbringen können, die dann in verschiedenen Projektgruppen diskutiert wurden. „Uns war besonders wichtig, den Kompetenzträgern eine Plattform zum Austausch untereinander und für die gemeinsame Initiierung und Weiterentwicklung der Projektideen zu bieten”, erklärt OLEC-Clustermanagerin Isabelle Gawenat.
Auch die anwesenden Vertreter der niedersächsischen Landesregierung freuten sich über die Fortsetzung des Arbeitskreises und maßen dem Thema Wasserstoff innerhalb der Energiewende eine hohe Bedeutung zu. „Neben thermischen und elektrischen Speichern besteht ein großer Bedarf an chemischen Speicherlösungen, um die Regelversorgung mit Energie im Rahmen der Energiewende gewährleisten und das Energiesystem der Zukunft gestalten zu können”, betonte Dr. Anke Grieße, verantwortlich für die Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Speicher beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.
Viele gute Ideen und Projektvorhaben, von der Nutzung Wasserstoffs als Kraftstoff für ÖPNV, im Privatsektor oder z.B. wasserstoffgetriebene Nordseefähren bis hin zu kombinierten Lösungen aus Biomasseverwertung und Wasserstoffgewinnung sind bereits jetzt vorhanden. „Die Bereitschaft von Industrie und Forschung konkrete Projekte zu entwickeln ist groß und gezielte Förderprojekte der Landesregierung können hier die nötigen Umsetzungsimpulse bieten”, so Gawenat. „Im nächsten Schritt werden wir nun die vorgestellten Projektideen clustern und in weiteren Sitzungen konkretisieren.”