Meldung
22.07.2015

Expansion türkischer Technologieentwicklungszonen

In der Türkei sollen zukünftig Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) bei Hochtechnologieprodukten gesteigert werden. Mit diesem Ziel fördert die türkische Regierung den Ausbau von Technologiezentren mit 453,9 Mio. Euro. Unternehmen erhalten auf ihre Investitionen in den Technologieentwicklungszonen steuerliche Vergünstigungen. Damit sind die derzeit 59 Technologieentwicklungszonen auch für deutsche Clusterakteure interessante Kontaktstellen zum Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen in der Türkei.

Durch die Förderung sollen verstärkt Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie aufgebaut und wissenschaftliche Ergebnisse häufiger wirtschaftlich verwertet werden. Angesichts des steigenden Interesses der Firmen an den Technologieentwicklungszonen („Teknoloji Gelistirme Bölgesi” - TGB) werden neue Zonen gegründet und bestehende ausgebaut. So sollen 2015 neue TGB in Manisa, Van, Nigde und Burdur den Betrieb aufnehmen. Mit der Gründung von mehr als 6.000 neuen Firmen in den TGB werden in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr als 115.000 neue Arbeitsplätze bereitgestellt, so Experten. Bei 14 bestehenden TGB werden derzeit Ausbauarbeiten durchgeführt. Die Gesamtfläche wird um rund 3,2 Mio. qm vergrößert. Darüber hinaus befinden sich zwölf neue Zonen mit einer Gesamtfläche von 3,3 Mio. qm im Aufbau.

Die Türkei exportierte 2014 Waren im Wert von 157,7 Mrd. $. Produkte der verarbeitenden Industrie hatten einen Anteil von 147,2 Mrd. $, davon steuerten Hochtechnologieprodukte aber nur 3,4 % bei. Mit der gezielten Förderung von FuE-orientierten Technologieunternehmen in speziellen Gewerbegebieten soll die Strukturschwäche der Industrie abgebaut werden. Durch eine verstärkte Kooperation zwischen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen soll die Übertragung von Forschungsergebnissen auf die Praxis erleichtert werden. Der Weg für die Markteinführung innovativer Produkte soll dadurch einfacher werden.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Darstellung über untenstehenden Link zum Artikel von Germany Trade & Invest (GTAI).

Weiterführende Informationen