Meldung
23.03.2015

IVAM-Befragung 2015

Der IVAM Fachverband für Mikrotechnik erhebt einmal jährlich die Wirtschaftsdaten der Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Mikrotechnik, Nanotechnik, neuen Materialien und optischen Technologien in Europa, um die Stimmung und aktuelle Markttrends zu ermitteln. Damit stellt das Cluster Informationen zur Verfügung, die auch für andere Cluster der Branche von Interesse sind. Auch die Akzeptanz des geplanten Freihandelsabkommens TTIP hat das Cluster in einer Umfrage in der Mikrotechnikbranche analysiert.

Die europäische Mikrotechnikbranche hat zuletzt wieder mehr investiert. Laut Datenerhebung, die der IVAM Fachverband für Mikrotechnik im Februar 2015 durchgeführt hat, hat 2014 knapp ein Drittel der Unternehmen mehr investiert als im Vorjahr. Damit zeigte sich die Branche investitionsfreudiger als in vorausgegangenen Jahren und offenbar auch als der Durchschnitt der europäischen Wirtschaft.

In ihrer jüngsten Ausgabe des European Economic Forecast (Winter 2015) berichtet die Europäische Kommission, dass Investitionen aufgrund des anhaltend schlechten Investitionsklimas auch 2014 auf einen niedrigen Niveau geblieben sind. Einen spürbaren Anstieg erwartet die Kommission erst ab 2016. Dazu beitragen sollen ihr eigener Investitionsplan und die von der der Europäischen Zentralbank in Kraft gesetzte quantitative Lockerung zur Senkung der Realzinsen. Die Mikrotechnikunternehmen wollen bereits 2015 noch einmal mehr Mittel für Technologieentwicklung und Unternehmenswachstum in die Hand nehmen: 35,8% der Unternehmen möchten dann mehr investieren als im Vorjahr.

Aus der Umfrage zur geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA geht hervor, dass sie bei den KMU der Mikrotechnikbranche gemischte Gefühle hervorruft. Die Unternehmen versprechen sich von dem Abkommen durchaus einen Nutzen, lehnen es aber in der derzeit angedachten Form eher ab.

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