Deutsche Erfolge bei europäischen Ausschreibungen
Große Erfolge für die deutsche Clusterlandschaft: Im Rahmen der Ausschreibungen des Europäischen Instituts für Technologie (EIT) für die Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KICs: Knowledge and Innovation Communities) wurde die Koordination zweier KICs nach Deutschland vergeben. Das KIC „Rohstoffe“ wird von Berlin aus koordiniert, das KIC „Gesundes Leben und aktives Altern“ von München aus. Dies gab das EIT in Budapest bekannt.
Mit den KICs unterstützt das EIT, Europas gemeinsames, länderübergreifendes Technologieinstitut, die Vernetzung von Bildung, Forschung und Innovation. In den KICs werden innovative Verfahren, Produkte und Dienstleistungen entwickelt und unternehmerisches Denken bereits bei Studierenden gefördert. Für die beiden neuen KICs stehen bis 2020 bis zu 540 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung.
„Erfolgreicher geht es kaum“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Dass es uns gelungen ist, bei allen KICs eine zentrale Rolle zu spielen, zeigt die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandortes Deutschland. Unsere nationalen Investitionen durch Bund und Länder in Forschungsstandorte und Ideen zahlen sich nun in und auch für Europa aus.“
Bei der Ausschreibung „Gesundes Leben und aktives Altern“ war das Konsortium InnoLife erfolgreich, das 144 Partner aus 16 Ländern vereint. Sitz des neuen Clusters ist München. Von Heidelberg aus koordiniert der Spitzencluster BioRN die deutschen Partner des „EIT Health“, der nach dem Erfolg in der Ausschreibung eingerichtet wird. Zu den weiteren deutschen Konsortialpartnern gehören unter anderem der Spitzencluster Medical Valley EMN, BioM, Träger des Spitzenclusters m4, in München und BIO.NRW. Unternehmenspartner sind unter anderem Roche Diagnostics und Siemens Healthcare.
Ziel des KICs ist es Informationen aus der Energie- und Naturmedizin sowie aus der Gesundheitsvorsorge zu nutzen, um neue Konzepte zu erarbeiten, die die Gesundheit während des ganzen Lebens erhalten und einen Beitrag zum aktiven Altern leisten.
Beim Thema „Rohstoffe – nachhaltige Erkundung, Gewinnung, Verarbeitung, Verwertung und Substitution“ wurde das KIC RawMatTERS mit 116 Partnern aus 22 Ländern ausgewählt. Die Leitung des Clusters übernimmt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, der Hauptsitz wird in Berlin sein. Das KIC hat das Ziel die Ressourceneffizienz und Aufbereitung bei metallurgischen Prozessen zu optimieren sowie das Recycling entlang der Materialkette zu verbessern und Rohstoffe zu substituieren.