Studie belegt Leistungsfähigkeit der 15 Spitzencluster in Deutschland
Der gerade veröffentlichte Abschlussbericht zur Evaluation des Spitzencluster-Wettbewerbs (SCW) belegt dessen Hebelwirkung für Forschung und Innovation. Besonders die im SCW geförderten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben ihre eigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) deutlich erhöht, stärker noch als größere Unternehmen. Zudem steigerte der SCW die Vernetzung der regionalen Akteure und das Ansehen der Cluster im Ausland.
Die Studie vermittelt eine beeindruckende erste Bilanz: Mehr als 900 Innovationen, 300 Patente, 450 Dissertationen und Habilitationen, 1000 Bachelor- und Masterarbeiten und 40 Unternehmensausgründungen. Damit unterstreicht die Studie, dass der SCW ein besonders erfolgreiches Instrument der Innovationsförderung ist, langfristig den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland sichert und direkte Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Wohlstand hat. Diese gesamtwirtschaftlichen Effekte werden sich in den nächsten Jahren weiter entfalten, so die Studie.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des SCW ist die enge Vernetzung der regionalen Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft. Durch die Kooperation zwischen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen entstehen zahlreiche Innovationen, die sich im globalen Wettbewerb behaupten können. Zudem steigert der SCW das Ansehen im Ausland und befördert internationale Kontakte zu anderen Forschungsregionen. Dies erleichtert nicht zuletzt die Anwerbung von Fach- und Nachwuchskräften: Die Spitzencluster verzeichnen bereits heute einen Zuwachs an gut ausgebildeten „High Potentials“, die ihre Ideen in Innovationen umsetzen.
Die Evaluation wurde unter der Federführung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und seiner Partner erstellt.
Auf der Website des Spitzencluster-Wettbewerbs wird in Kürze eine Serie zu den Ergebnissen der Evaluation veröffentlicht.